20.000 Euro für Behinderten-Fußballmannschaft

Erich Hägele, ehrenamtlicher Geschäftsführer des VfB Landtags-Fanclubs, Oliver Deutscher vom Württembergischen Fußballverband, die Landtagsabgeordneten Paul Nemeth (CDU), Wolfgang Drexler (SPD), Jürgen Walter (Grüne), Claus Paal (CDU), Ulrich Goll (FDP/DVP), Hubert Knödler (Förderer, Knödler Electronic Solutions, Schorndorf), Dr. Martin Sowa (Landesauswahl), Peter Reichert (VfBfairplay Beauftragter).

Die Mitglieder des VfB-Landtags-Fanclubs überreichten der baden-württembergische Landesauswahl für Fußballer mit mentaler Beeinträchtigung im Stuttgarter Landtag einen Scheck in Höhe von 20.000 Euro. Der Fanclub fördert die Mannschaft seit zwei Jahren und unterstützt die Auswahl in den verschiedensten Bereichen. Noch in diesem Jahr soll mit den Fördergeldern unter anderem ein weiterer Trainingsstützpunkt eingerichtet werden - neben Ravensburg, Heilbronn und Reutlingen, nun auch in Freiburg.

 

Die Fußballmannschaft mit mentaler Beeinträchtigung gibt es bereits seit 2013. Der VfB Stuttgart ist seither exklusiver Partner des Teams. Der Verein mit dem Brustring fördert gemeinsam mit den drei Fußballverbänden - Württembergischen Fußballverband (wfv), Badischer (bfv) und Südbadischer Fußballverband (sbfv)- die gleichberechtigte Teilhabe am gesellschaftlichen Leben von Menschen mit und ohne Behinderung auf dem Sektor des Sports. Ein weiterer, ganz besonderer Förderer der Auswahl ist seit 2016 auch der VfB-Landtags-Fanclub.

 

Aufgrund ihres sportlich fairen und in der Öffentlichkeit stets freundlichen und zuvorkommenden Verhaltens, hat sich die Landesauswahl immer mehr zu einem Botschafter der sportlichen Inklusion in eigener Sache entwickelt. An allen Orten, an denen das Team auftritt, erntet es höchstes Lob, sodass „Barrieren fallen“.

 

Das ganze Jahr über werden Sichtungs- und Leistungslehrgänge durchgeführt sowie Testspiele gegen Mannschaften aus dem Nichtbehindertenbereich absolviert. 14 Spieler haben bereits den Weg in den Nichtbehindertenfußball - sprich Vereinsfußball - gefunden.

 

Höhepunkt für Spieler und Trainer ist jedes Jahr die Teilnahme an der Deutschen Meisterschaft der Länder. Nach den ersten beiden Teilnahmen im Saarland (2015) und Schleswig Holstein (2016), „erntete“ die Mannschaft um Cheftrainer Fritz Quien jetzt die „Früchte“ einer konsequenten und strukturierten Aufbauarbeit. Aus Rostock kehrte das baden-württembergische Team mit einem sehr guten vierten Platz in die Heimat zurück.

 

Deutsche Meisterschaft 2017

Nachdem sich Baden-Württemberg in der Vorrunde mit 1:0 gegen Mecklenburg Vorpommern und 4:0 gegen das Saarland erfolgreich durchgesetzt hatte, konnte es den als Mitfavoriten angereisten Bayern ein 1:1-Unentschieden abringen und damit trotz einer 0:4-Niederlage gegen Sachsen-Anhalt die Qualifikation für das Halbfinale sichern. In der Runde der letzten vier ging es dann gegen das unter „Profibedingungen“ trainierende Team aus Nordrhein-Westfalen. Beim klaren 0:4 gegen „NRW“ war „BW“ allerdings chancenlos. So ging es im Spiel um Platz 3 erneut gegen Vorrundengeger Sachsen-Anhalt. Trotz zahlreicher verletzter oder angeschlagener Spieler konnte das „kleine Finale“ lange offen gehalten werden. Erst kurz vor Spielschluss gelangen den Ostdeutschen das entscheidende 2:0.