Türkspor Stuttgart zu Geldstrafe und einem Punktabzug verurteilt

Signalwirkung nach Urteil wegen Corona-Betrugsversuch!

Am 19. September hätte das Bezirksligaspiel der Sportvg Feuerbach gegen Türkspor Stuttgart stattfinden sollen. Das es dazu nicht kam hat für viel Unruhe im Bezirk Stuttgart gesorgt.

Türkspor Stuttgart meldete bei der Task-Force-Corona des Verbandes zunächst einen angeblich positiven Corona-Fall. Nachdem der wfv das Spiel nicht absetzte, wurden wenige Stunden später weitere Coronafälle gemeldet. Das Spiel fiel daraufhin aus.

Soweit zunächst kein ungewöhnlicher Vorgang, wäre nicht bereits in der gesamten Liga bekannt gewesen, dass es kurz vor der Absage zu einem internen Zerwürfnis bei Türkspor Stuttgart gekommen ist. Trainer und etliche Spieler hatten erklärt, künftig nicht mehr für den Verein aufzulaufen.

Der Verband forderte, wie in derartigen Fällen üblich, Nachweise an. Auf diese wartete man aber vergeblich. An einem vorgelegten Dokument bestanden zudem sofort erhebliche Zweifel an der Authentizität.

Die Ermittlungen des Sportgerichtes bestätigten, was hinter vorgehaltener Hand bereits im gesamten Bezirk vermutet wurde – ein Betrugsversuch.

Der Verband hat mit diesem Grundsatzurteil gleichzeitig klargestellt: Missbraucht ein Verein den Vertrauensschutz und untergräbt er dadurch die wichtige und notwendige Arbeit der Task-Force Corona schadet er nicht nur sich selbst, sondern dem gesamten Spielbetrieb.

Entsprechend hart fiel das Urteil aus. Der Verein wurde zu einer saftigen Geldstrafe und einem Punktabzug verurteilt. Drei Zähler werden in Abzug gebracht, sollte das Urteil rechtskräftig werden. Bis zum nächsten Freitag haben die Kicker von der Benzstraße noch die Möglichkeit Berufung gegen das Urteil einzulegen.

Die Begegnung musste auf Grund fehlender Regelungen neu angesetzt werden. Das Spiel findet am 02.11.2021, um 19:00 Uhr, im Wilhelm-Braun-Sportpark zu Feuerbach statt.          mh