Auf ein Wort auf Augenhöhe

Bezirksdialog Stuttgart

Den Vorteil eines schnellen Austausches abseits jedweder sozialer Medien etc., dafür aber „Auge in Auge“ mit seinem Gesprächspartner, das hat der DFB erkannt und als Dialogform verschiedenster Ebenen in seinen Masterplan integriert. Dabei geht es um den Austausch mit Vereins- oder Bezirksvorständen, verbunden mit einer sichtbaren Reaktion des Gegenübers sowie konkreten Vorschlägen oder Ergebnissen zur Problemlösung.

Der Bezirksdialog wurde 2017 zunächst in einigen DFB-Landesverbänden als Pilotprojekt durchgeführt und anschließend für gut befunden. Seit 2018 sind zwei solcher Veranstaltungen je Verband obligatorisch. So auch im wfv. Der wfv hat sich 2019 für ein Treffen mit den Vorständen des Bezirks Stuttgart und im Herbst mit Vertretern des Bezirks Bodensee entschieden.

Als Vertreter des wfv-Präsidiums saßen am 08. Mai 2019 in Bad Cannstatt Präsident Matthias Schöck, Vizepräsident Steffen Jäger und der Verbandsspielausschussvorsitzende Harald Müller mit am Tisch. Ebenso Vorstandsmitglied Thomas Halder, Hauptgeschäftsführer Frank Thumm sowie Mario Krkac (Bezirksvorsitzender) und dessen „Funktionärs-Riege“. In der Vereinsgaststätte des VfL Stuttgart wurde für die Dauer eines Fußballspiels mit Verlängerung diskutiert. Vorab wurde dem VfL-Vorstand Peter Obst seitens des wfv ein Ballgeschenk überreicht, schließlich beheimatet der Club das vom wfv und VfB initiierte „Projekt für inklusive Fußball-Förderung“ seit fast zwei Jahren.

Im anschließenden Dialog tauschte man sich über unterschiedlichste Themen und Erwartungen aus, wobei dem Thema „Kommunikation“ ein besonderes Augenmerk geschenkt wurde. Ein weiterer Punkt, welcher vom Bezirk eingebracht wurde, beschäftigte sich mit Gewaltvorfällen auf Fußballplätzen und dem Umgang damit von Seite des wfv und des Bezirks. Wünschenswert wäre ein „intelligentes Strafensystem“. Auch Deeskalationsstrategien und -konzepte werden dabei immer wichtiger. Aus der Stuttgarter Schiedsrichtergruppe heraus entstand z.B. vor wenigen Jahren ein solches für Referees. Die rührige SR-Gruppe und dessen Obmann Simon Hofmann plant als nächstes die Erarbeitung eines eigenen Werte-Leitbilds, wobei hier möglichweise auf unterstützende Angebote seitens der Württembergischen Sportjugend (wsj) zurückgegriffen werden kann.