Staffeltag Herren im Bezirk Nordschwarzwald

Beginn mit einem Novum

Die Gemeindehalle in Rohrdorf war gut gefüllt, die Stimmung harmonisch – und die Neuigkeiten reichlich. Binnen zwei Stunden präsentierten die Verantwortlichen des Bezirks Nordschwarzwald beim Staffeltag den Vertretern von 69 Vereinen alles Wissenswerte für die Spielrunde 2026/27. Der Bezirksvorsitzende Wolfgang Ottmar eröffnete mit dem Blick zurück – und hatte dabei viel zu feiern.

Der VfR Sulz holte die Bezirksliga-Meisterschaft, der SV Dietersweiler, SV Schönbronn und die SF Salzstetten stiegen in den Kreisligen A auf, der TSV Neuhengstett, SV Huzenbach und die SGM Göttelfingen/Baisingen in den B-Ligen. Die SF Gechingen schafften über die Relegation den Sprung in die Landesliga, Phönix Pfalzgrafenweiler stieg in die Kreisliga A auf. Den größten Jubel aber löste der FC Holzhausen aus. Der Aufstieg in die Oberliga lässt Ottmar strahlen: „So sind wir im Bezirk top aufgestellt – mit einem Oberligisten und den vier Landesligisten SG Empfingen, VfL Nagold, VfR Sulz und SF Gechingen.“

Gesprächsstoff lieferte auch die Einteilung der neuen A-Ligen. Der SV Vollmaringen und die SGM Göttelfingen/Baisingen spielen künftig in der A1-Staffel mit Vereinen aus dem Raum Calw – eine Entscheidung, die im Vorfeld Diskussionen ausgelöst hatte. Ottmar betonte jedoch den konstruktiven Austausch: „Wir hatten ein gutes Gespräch, haben die Dinge offen und miteinander besprochen.“ Vollmaringens Vorstand Sport Daniel Alber pflichtete bei: „Es ist einfach super, wenn man miteinander redet.“ Zu einem kleinen Seitenhieb ließ sich Alber dann auch noch hinreißen – in Richtung eines Medienvertreters, dem er vorwarf, dem Fußball-Bezirk Knüppel in den Weg zu legen.

In ihren Kurzberichten über die abgelaufene Saison zogen die Staffelleiter Martin Stede, Rudolf Kittel, Harald Bosch, Andreas Neef und Zeljko Klinec ein positives Fazit: reibungsloser Spielbetrieb, wenig Ärger. Bosch hätte in seiner A1-Liga gerne mehr Feuer gesehen – gerade mal 14 Rote Karten wurden registriert. Stede wiederum nahm sich die Zeit, auf die umstrittene Ansetzung eines Relegationsspiels zwischen Ostelsheim und Althengstett in Wittershausen einzugehen: „Dass hier Kritik aufkam, ist vollkommen nachvollziehbar. Die Partie stand erst sechs Tage vorher fest – da wollten wir Wittershausen das Spiel nicht mehr wegnehmen.“ Für die Zukunft soll vorgesorgt werden: „Wir wollen in solchen Fällen zwei oder gar drei Standorte im Vorfeld planen.“

Die Entlastung der Verantwortlichen fiel einstimmig aus, die Wiederwahl aller Staffelleiter ebenso. Einzige Änderung: Bezirksspielleiter Martin Stede gibt seine Staffel ab, bleibt dem Bezirk aber als Pokalspielleiter erhalten.

Auch das Thema Hitze beschäftigte den Staffeltag. WFV-Mann Matthias Harzer zog Konsequenzen aus den zuletzt abgesetzten Spielen: „Von der letzten Generalabsage haben wir die Lehren gezogen.“ Künftig soll regionaler entschieden werden – in enger Abstimmung mit den Bezirken. Die neue Regelung: Ab 40 Grad wird nicht gespielt, ab 35 Grad einigen sich die Vereine gemeinsam auf eine angepasste Anstoßzeit.

Schiedsrichterobleute Markus Teufel und Benjamin Haug informierten zudem über Regeländerungen von der laufenden Weltmeisterschaft. Haug nutzte die Gelegenheit für ein Lob: „Was die Schiedsrichterkabinen anbelangt, sind wir in Württemberg ein absoluter Vorzeigebezirk.“ Den stimmungsvollen Abschluss des Abends bildete die Ankündigung eines Novums: Erstmals wird es ein Saison-Opening geben.

Am Freitagabend, 21. August, um 19 Uhr fällt in Ahldorf der Startschuss für die Runde 2026/27 – mit einem Bezirksligaderby zwischen der SG Ahldorf-Mühlen-Dettensee und der SG Felldorf-Bierlingen. Ein würdiger Auftakt für alle Fußballfans der Region. Der Spielbetrieb startet in allen Ligen am Wochenende 22./23. August, der letzte Spieltag ist der 5. Juni 2027. Relegationsspiele finden zwischen dem 10. und 19. Juni 2027 statt. Neu dabei: CP Ebhausen nimmt erstmals am Reservespielbetrieb teil

Bild: Sind für die neue Saison gut aufgestellt: Bezirksspielleiter Martin Stede, Zeljko Klinec, Harald Bosch, Andreas Neef, Rudolf Kittel und Bezirksvorsitzender Wolfgang Ottmar (von links). Foto: Uli Bernhard

Bericht Neckar-Chronik von Martin Körner