Bildung/Qualifizierung
Vernetzungstreffen stärkt Frauen- und Mädchenfußball im Bezirk Schwarzwald/Zollern
Am 11. Mai 2026 fand im Sportheim des FC Göllsdorf ein erfolgreiches Vernetzungstreffen zum Thema Frauen- und Mädchenfußball im Bezirk Schwarzwald/Zollern statt. Insgesamt nahmen rund 30 Vertreterinnen und Vertreter aus 15 Vereinen an der Veranstaltung teil, die damit auf große Resonanz stieß. Besonders hervorzuheben ist, dass der Bezirk Schwarzwald/Zollern verbandsweit als erster Bezirk ein solches Vernetzungstreffen durchführte und damit eine Vorreiterrolle innerhalb des Württembergischen Fußballverbands (WFV) einnahm.
Zu Beginn der Veranstaltung richtete der Bezirksvorsitzende Marcus Kickbusch ein Grußwort an die Anwesenden. Er bedankte sich für das große Engagement der Vereine sowie bei den ehrenamtlichen Mitarbeitenden des Bezirks und den Vertreterinnen des Verbands – insbesondere bei Saskia Schaborak – für die Unterstützung und Organisation. An dem Treffen nahmen verschiedene Vertreterinnen und Vertreter des WFV sowie des Bezirks aktiv teil, darunter Saskia Schaborak (WFV-Clubberaterin), Ulrike Goth (Vertreterin der Bezirke im Ausschuss für Mädchen- und Frauenfußball im WFV sowie Projektmitarbeiterin #wiralsteam und Mitglied des Bezirksvorstands Schwarzwald/Zollern), Petra Link (Bezirksjugendleiterin Schwarzwald/Zollern), Markus Aberle (Bezirksspielleiter Herren Schwarzwald/Zollern) sowie Georg Müller (Referent für Bildung/Qualifizierung Schwarzwald/Zollern und Mitglied im WFV-Lehrteam).
Im Mittelpunkt der Veranstaltung stand die Verbandsstrategie „#wiralsteam – für mehr Frauen und Mädchen im Fußball“, die den Zeitraum 2025 bis 2030 umfasst. Ziel ist es, den positiven Trend im Frauen- und Mädchenfußball weiter auszubauen und nachhaltig zu sichern. Dabei stehen insbesondere die Gewinnung, Bindung und Qualifizierung von Spielerinnen, Trainerinnen, Schiedsrichterinnen sowie Funktionärinnen im Fokus. Ein zentraler Bestandteil des Treffens war der intensive Austausch zwischen den Vereinen. In Arbeitsgruppen wurden Erfahrungen gesammelt, Herausforderungen diskutiert und praxisnahe Lösungsansätze erarbeitet. Die Ergebnisse wurden im Nachgang aufbereitet und den Teilnehmenden zur Verfügung gestellt.
Neben strategischen Ansätzen wurden auch konkrete Maßnahmen und Projekte vorgestellt. Hierzu zählen unter anderem der Tag des Mädchenfußballs, bei dem Mädchen niedrigschwellig den Einstieg in den Vereinssport finden können,
sowie das europaweite Projekt UEFA Playmakers. Dieses richtet sich an Mädchen im Alter von fünf bis acht Jahren und verbindet Fußballtraining mit spielerischen Elementen aus bekannten Disney-Geschichten, um Begeisterung für den Sport zu wecken. Darüber hinaus wurde mit dem AOK-Treff Fußball Girls ein weiteres Angebot präsentiert, das insbesondere Vereinen ohne bestehende Mädchenmannschaften den Einstieg erleichtern soll. Ziel ist es, wohnortnahe Trainingsmöglichkeiten zu schaffen und neue Strukturen im Mädchenfußball aufzubauen.
Auch die Qualifizierung und Unterstützung von Engagierten stand im Fokus: Vorgestellt wurden unter anderem spezielle Ausbildungsangebote für Trainerinnen, Mentorenprogramme sowie Maßnahmen zur Gewinnung von Schiedsrichterinnen. Ergänzend bietet der Württembergische Fußballverband individuelle Clubberatungen an, um Vereine nachhaltig zu stärken und konkrete Herausforderungen gezielt anzugehen. Ein weiterer wichtiger Punkt war die Vermittlung rechtlicher und organisatorischer Grundlagen, beispielsweise zur Aufsichtspflicht sowie zu Fort- und Weiterbildungsmöglichkeiten im Rahmen des Bildungszeitgesetzes. Zusätzlich erhielten die Teilnehmenden hilfreiche Leitfäden und weiterführende Informationen für ihre praktische Arbeit in den Vereinen.
Die Veranstalterinnen zogen ein durchweg positives Fazit. Das große Engagement der Teilnehmenden sowie der offene Austausch verdeutlichten die hohe Bedeutung der Vernetzung – sowohl innerhalb des WFV als auch auf Bezirks- und Vereinsebene. Mit Blick auf die Zukunft wurde deutlich: Die Weiterentwicklung des Frauen- und Mädchenfußballs gelingt nur gemeinsam. Unter dem Motto #wiralsteam sollen die geknüpften Kontakte weiter intensiviert und die erarbeiteten Maßnahmen konsequent umgesetzt werden.

