Bildung/Qualifizierung
„Von der Aufgabe zur Entwicklung – kleine Impulse, große Wirkung“
Am Donnerstag, den 16. März 2026, fand beim SV Rangendingen eine umfassende Kurzschulung zum Thema „Von der Aufgabe zur Entwicklung – kleine Impulse, große Wirkung“ statt. Insgesamt 23 Trainerinnen und Trainer aus verschiedenen Jugendbereichen waren der Einladung gefolgt, um sich gemeinsam weiterzubilden und neue Impulse für ihre tägliche Trainingsarbeit mitzunehmen. Die starke Teilnehmerzahl zeigte eindrucksvoll, welchen Stellenwert qualifizierte Trainerarbeit im Rangendinger Nachwuchsfußball einnimmt.
Organisiert wurde die Veranstaltung durch den Jugendleiter des SV Rangendingen, Bernd Schairer, der sich bereits im Vorfeld um alle Rahmenbedingungen kümmerte und die Referenten vor Ort hervorragend betreute. Als Schulungsleiter fungierte Georg Müller, unterstützt von Marc Schuster, der ebenfalls als Referent durch die Inhalte führte. Beide begleiteten die Teilnehmenden durch einen abwechslungsreichen Abend, der Theorie, Austausch und praktische Anregungen miteinander verband.
Schwerpunkt: Eine gute Lernumgebung erkennen und gestalten
Ein zentrales Thema der Schulung war die Frage, was Kinder benötigen, um im Fußballtraining wirklich zu lernen und sich zu entwickeln. Dabei wurde betont, dass der moderne Kinderfußball den Fokus nicht allein auf Spielformen legt, sondern vor allem darauf, wie Trainerinnen und Trainer diese didaktisch steuern und pädagogisch begleiten. Kinder lernen viel durch spielen – aber wirklich nachhaltig nur dann, wenn sie in einer Umgebung trainieren, die ihnen Struktur, Wiederholungen und klare Lernanlässe bietet.
Die Referenten zeigten hierzu verschiedene Steuerungsinstrumente, die in Spielformen eingebaut werden können, um bestimmte Verhaltensweisen oder technische Schwerpunkte bewusst anzuregen. Beispiele wie zusätzliche Passtore, veränderte Spielfelder, Provokationsregeln oder Zonen im Feld machten deutlich, wie einfach sich Trainingsformen anpassen lassen, um Situationen häufiger hervorzurufen und Lernprozesse gezielt zu steuern. Für viele Teilnehmende war dies ein besonders praktischer und sofort anwendbarer Teil der Schulung.
Coaching als Schlüssel zur Entwicklung
Ein weiterer inhaltlicher Schwerpunkt lag auf dem Coaching im Kinderfußball. Statt langer Erklärungen und rein kommandogetriebener Anweisungen wurde ein Ansatz vorgestellt, der Kinder aktiv in den Lernprozess einbezieht. Durch Fragen, Bilder und kurze Impulse sollen die jungen Spielerinnen und Spieler angeregt werden, selbst Entscheidungen zu treffen, Spielsituationen wahrzunehmen und Lösungswege eigenständig zu entwickeln.
Die Referenten stellten mehrere Beispiele vor, wie sich gewohnte Trainerfloskeln in kindgerechte und lernfördernde Formulierungen übersetzen lassen. Der Fokus lag dabei darauf, nicht „für die Kinder zu denken“, sondern ihnen zu helfen, eigene Erkenntnisse zu gewinnen – ein wichtiger Baustein für Motivation, Selbstständigkeit und nachhaltige Leistungsentwicklung.

