Aktion Ehrenamt
Fünf Tage, 240 FUSSBALLHELDEN und jede Menge neue Impulse
240 junge Ehrenamtliche, 21 Fußball-Landesverbände, fünf Tage und jede Menge neue Impulse: Die zehnte FUSSBALLHELDEN-Bildungsreise des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) und von KOMM MIT ist am Freitag in Santa Susanna zu Ende gegangen. Gleich 13 Fußballheldinnen und Fußballhelden aus Württemberg waren dabei.
Seit zehn Jahren verbindet die Fußballhelden-Bildungsreise des DFB und Kooperationspartner KOMM MIT Wertschätzung, Qualifizierung und Motivation. Damit hat sich die Bildungsreise zu einer echten Initiative entwickelt, in deren Mittelpunkt junge Ehrenamtliche aus ganz Deutschland stehen. Auch die Jubiläumsausgabe bot ein abwechslungsreiches Programm zwischen Trainingsplatz, Seminarraum und Stadionbesuch in Barcelona.
Neue Perspektiven auf und neben dem Platz
Die Fußballhelden arbeiteten sich dank Patrick Irmler (Sportliche Leiter der Regionalen Trainer*innenentwicklung des DFB) in die Trainingsphilosophie Deutschland ein, erhielten Impulse für ihre Trainings- und Vereinsarbeit und konnten sich durch ein Jugendtrainer (JUTZ)- oder Kindertrainer-Zertifikat (KITZ) gezielt qualifizieren lassen. „Wir möchten den jungen Ehrenamtlichen keine fertigen Lösungen vorgeben, sondern Ideen und Werkzeuge mitgeben, die sie für ihre eigene Arbeit weiterentwickeln können. Entscheidend ist, dass die Impulse anschließend zurück in die Vereine getragen werden“, sagt Markus Stenger, DFB-Direktor Amateurfußball und Fußballentwicklung. Für neue Perspektiven sorgten auch Bundesliga-Schiedsrichter Robert Hartmann mit Einblicken in seinen Schiri-Alltag sowie der gemeinsame Ausflug nach Barcelona mit Besuch des Spotify Camp Nou. Mindestens genauso wichtig wie die fachlichen Inhalte war der Austausch: Junge Ehrenamtliche aus ganz Deutschland lernten sich kennen, teilten Erfahrungen aus ihren Vereinen und knüpften neue Kontakte.
Wichtiger Austausch untereinander
Wie wertvoll der Austausch ist, schildert Mert Ceylan von den Sportfreunden Lorch: „Vor allem der Kontakt mit den anderen jungen Ehrenamtlichen war für mich eines der Highlights. Man kommt mit Leuten aus ganz unterschiedlichen Vereinen und Regionen zusammen, jeder bringt seine eigenen Erfahrungen mit und man bekommt dadurch nochmal ganz andere Sichtweisen auf die Vereins- und Jugendarbeit. Da nimmt man definitiv einiges für den eigenen Verein mit.“ Auch die Verbindung von Weiterbildung und persönlicher Wertschätzung kam bei den Teilnehmer*innen an. Die Workshops und Inhalte zu moderner Vereinsarbeit, Digitalisierung und Trainertätigkeit boten dabei ebenso konkrete Anknüpfungspunkte für den Vereinsalltag wie für die eigene Trainerqualifizierung.
„Man merkt während der ganzen Reise, dass es nicht einfach nur darum geht, irgendwo ein paar Tage Fußball zu haben, sondern dass unser Engagement wirklich gesehen und gefördert wird“, so Mert.
„Die Fußballheldinnen und Fußballhelden stehen stellvertretend für viele junge Menschen, die Woche für Woche Verantwortung in ihren Vereinen übernehmen. Mit der Bildungsreise möchten wir dieses Engagement sichtbar würdigen und den Teilnehmerinnen und Teilnehmern gleichzeitig neue Impulse für ihren weiteren Weg im Fußball mitgeben“, sagt auch Peter Frymuth, DFB-Vizepräsident für Spielbetrieb und Fußballentwicklung.
Folgende Fußballheld*innen aus dem Württembergischen Fußballverband waren Teil der Bildungsreise 2026: Tobias Dehne (SV Auingen), Sabrina Hartinger (SV Kressbronn), Lea Engel (SG Öpfingen), Marina Köhler (SV Horrheim), Sofie Obenland (SC Ilsfeld), Damian Märkle (FC Alzenberg), Lukas Ulmer (TSV Denkendorf), Pascal Rataj (FC Laiz), Mert Ceylan (Sportreunde Lorch), Lukas Abendschein (TSV Blaufelden), David Honer (SV Renquishausen), Juliane Mayer (FV Mönchberg) und Christian Döhler (SV Oberteuringen)
Wichtiges Zeichen der Anerkennung
Ein Referenten-Team der Fußball-Landesverbände unterstütze vor Ort und bot den Ehrenamtlichen die Chance, Wissen in Theorie und Praxis zu vertiefen und somit Neues in ihre Heimatvereine zu bringen. Frank Scheffold, Christian Hofberger und Sven Hayer vertraten den WFV vor Ort. Sie verfolgen die Entwicklung der Fußballhelden auf dem WFV-Gebiet über das Ehrungsjahr hinaus. Frank Scheffold sagt: „Diese Reise ist nicht nur cool, sondern vor allem eine große Wertschätzung für die Teilnehmenden. Es ist wichtig, das Ehrenamt sichtbar zu machen. Die Bildungsreise verbindet die Anerkennung für ihren unermüdlichen Einsatz mit Fort- und Weiterbildung. Gleichzeitig erleben die jungen Ehrenamtlichen, dass sie mit ihren Herausforderungen nicht alleine sind. Im Austausch mit anderen finden sie neue Lösungsansätze für oft ähnliche Probleme, schließen neue Freundschaften und erweitern ihr Netzwerk. Damit ist die Reise auf vielen Ebenen wertvoll.“
Die Aktion Ehrenamt besteht aus zwei Säulen: Dem DFB-Ehrenamtspreis, der bereits seit 1997 an herausragende Ehrenamtliche in den Vereinen vergeben wird, und den Fußballhelden. Damit gemeint sind junge Ehrenamtliche zwischen 18 und 30 Jahren. Aktuell läuft die Ausschreibung für den DFB-Ehrenamtspreis 2027 – zum Bewerbungsformular.
