Jahr der Schule
Wir bringen Bewegung in den Alltag!
Mit dem Jahr der Schule setzt der DFB in der Saison 2025/2026 einen bundesweiten Schwerpunkt. Das Ziel: Schulen und Fußballvereine sollen enger zusammenarbeiten, um Kindern mehr Bewegung im Alltag zu ermöglichen.
Erfolgreicher Auftakt in Württemberg
In Württemberg fiel der Startschuss im Februar mit der Fortbildung Schule des Kleinfeldfußballs in der Porsche-Arena Stuttgart. Mehr als 300 Lehrkräfte nahmen teil – ein starkes Zeichen für den Bedarf an praxisnahen Bewegungsangeboten im Schulbetrieb. Klar ist: Der Handlungsbedarf ist groß. Kinder bewegen sich immer weniger. Lange Schulzeiten und digitale Medien wirken sich negativ auf Fitness, Koordination, Körperbewusstsein und soziale Kompetenzen aus. Genau hier setzt der Fußball an und bietet durch simple Bewegungsangebote Abhilfe.
Pilotprojekt im Landkreis Tübingen
Wie eine solche Kooperation konkret aussehen kann, zeigt ein Pilotprojekt im Landkreis Tübingen. Hier haben der TSV Ofterdingen und die Burghof-Schule gemeinsam eine Ballspiel-AG ins Leben gerufen. Seit Februar trainieren dort wöchentlich zwölf Kinder.
Initiiert wurde das Projekt vom Verein, der aktiv auf die Schule zuging. „Für uns ist das nicht nur Nachwuchsgewinnung, sondern auch eine Investition in die Zukunft des Vereins, weil wir an Sichtbarkeit gewinnen“, sagt TSV-Vorstand Patrick Sommer. Auch die Schule profitiert: Im Zuge des Ausbaus der Ganztagsbetreuung entsteht ein qualifiziertes Bewegungsangebot fest verankert im Schulalltag.
Trainiert wird nach der Trainingsphilosophie Deutschland: Kleine Spielformen, viele Ballkontakte und maximale Aktivität für alle Beteiligten. Der organisatorische Rahmen bleibt überschaubar. Ein fünfköpfiges Trainerteam aus Sommer, den Nachwuchsspieler*innen Julia Rezlaw und Jana Vincekovic sowie aktiven Spieler*innen Melissa Massa und Florian Lutz sorgt für die Umsetzung. Für das Engagement wird der Verein nicht nur mit einem Materialpaket belohnt, sondern erhält auch im Rahmen des DFB-Punktespiels wichtige Zähler.
Mehrwert für Schule und Verein
Das Beispiel aus Ofterdingen zeigt: Kooperationen zwischen Schule und Verein sind keine Großprojekte, sondern realistisch umsetzbare Modelle – mit klarem Mehrwert für beide Seiten. Schulen gewinnen an Qualität im Ganztag, Vereine erreichen Kinder und stärken ihre lokale Präsenz und Sichtbarkeit. Das Pilotprojekt in Ofterdingen steht noch am Anfang: Für das kommende Schuljahr ist eine Weiterführung der AG geplant.
Mit Blick auf das Jahr der Schule wird deutlich: Der Schlüssel liegt im direkten Austausch vor Ort. Wenn Vereine und Schulen aktiv aufeinander zugehen, können schnell nachhaltige Bewegungsangebote entstehen – mit Wirkung weit über den Sport hinaus.

