Jubiläum

75 Jahre WFV: Die große Jubiläumsfeier in Ulm

Keine andere Örtlichkeit hätte sich besser geeignet für die Feierlichkeiten rund um dieses besondere Jubiläum. Exakt vor 75 Jahren, am 8. Juli 1951, fand die Gründungsversammlung des Württembergischen Fußballverbandes in der nur 150 Meter entfernten, jüngst abgerissenen Ulmer Jahnhalle statt. 

Rund 280 geladene Gäste aus Sport, Politik und Gesellschaft kamen bei bestem Sommerwetter im Business-Club des SSV Ulm 1846 Fußball zusammen, um die Geschichte des rund 1.700 Vereine zählenden Verbandes zu würdigen und gemeinsam den Blick in die Zukunft zu richten.

Schon beim Sektempfang auf der sonnigen Terrasse wurde deutlich, worum es an diesem Abend gehen sollte: um Begegnungen, Erinnerungen und einen Austausch. Moderator Jens Zimmermann führte durch den Festabend und versprach zu Beginn: „Dies wird ein besonderer Abend über 75 Jahre Leidenschaft. Uns erwarten viele spannende Geschichten.“

WFV-Präsident Matthias Schöck: „Es ist ein besonderes Gefühl, heute hier zu stehen. Unser Fußball steht dafür, Menschen zusammen zu bringen, Werte zu stiften und gemeinsam Traditionen zu leben. Und wir sprechen auch über Veränderung. Unsere Geschichte zeigt, dass der WFV stets Veränderungsprozesse aktiv gestaltet hat. Wir haben am vergangenen Samstag unser neues Logo im Rahmen einer Mitarbeiterfests dem Ehrenamt vorgestellt und freuen uns über die tolle Resonanz. Dieser Prozess hin zum neuen Markenbild war geprägt von Offenheit und Mut. Wenn wir den Blick nach vorne richten, dann werden wir Zuversicht und Tatkraft benötigen, so wie es uns die Gründer vor 75 Jahren vorgelebt haben.“

Dort, wo alles begann

Mit der Verschmelzung des nördlichen und südlichen Fußballverbandes Württembergs entstand damals die Grundlage für den organisierten Fußball in Württemberg, wie er heute mit über 500.000 Mitgliedern und rund 1.700 Vereinen besteht.

Ministerin Theresa Schopper, in der Landesregierung zuständig für den Sport in Baden-Württemberg, kam in ihrem Grußwort daher auch auf die Bedeutung des Verbands für die Gesellschaft zu sprechen: „Es ist mir eine große Ehre, den Menschen Danke zu sagen, die die Geschichte des Fußballs mit geprägt haben. Der WFV ist ein moderner und engagierter Verband. Übrigens, ich finde den Marken-Relaunch sehr gelungen.“

DFB-Vizepräsident und SFV-Präsident Ronny Zimmermann hatte ein Kompliment mitgebracht und die Lacher auf seiner Seite: „Seit der Gründung hat sich der WFV zu einem der größten und leistungsstärksten Verbände entwickelt – und das kommt von einem Badener! Matthias, ich bedanke mich sehr für die wundervolle Zusammenarbeit in Baden-Württemberg und im SFV.“

Ulms Erster Bürgermeister Martin Bendel und „Gastgeber“ Dominik Schwärzel, Vorstandsvorsitzender des SSV Ulm 1846 Fußball, unterstrichen in ihren Grußworten die große Bedeutung des Ehrenamts sowie des Amateurfußballs für den gesellschaftlichen Zusammenhalt.

75 Jahre Verbandsgeschichte zum Anfassen und Staunen

Wer den Saal betrat, wurde zunächst mit auf eine Zeitreise genommen. Eine eigens konzipierte Jubiläumsausstellung präsentierte zahlreiche Exponate, Bilder und zeitgeschichtliche Dokumente aus 75 Jahren württembergischer Fußballgeschichte. Nicht fehlen durfte natürlich auch der „Kartoffelkäfer“, das Ursprungs-Logo von 1951 in Schildform. Für viele Gäste war dies der Ort,um Erinnerungen auszutauschen und sich an gemeinsame Fußballgeschichten zu erinnern. Ausgestellt waren unter anderem die drei verschiedenen WFV-Pokale von 1953 bis heute, modische Highlights in Form von Original-Trikots der württembergischen Auswahlmannschaften und ein historisches Schiedsrichter-Trikot aus den 1950er-Jahren. Natürlich erinnern wir uns auch an zahllose Geschichten zu ehemaligen WFV-Talenten, die später den Sprung auf die große Fußballbühne schafften.

Ergänzt wurde die Ausstellung durch Meilensteine der Verbandsgeschichte sowie die historische Gründungsurkunde – jenes Dokument, mit dem am 8. Juli 1951 alles begann.

Drei Karrieren, ein gemeinsamer Nenner

Mit Frank Schmidt, Trainer des 1. FC Heidenheim, Marco Fritz, ehem. FIFA-Referee und aktuell Sportlicher Leiter der DFB-Eliteschiedsrichter sowiecSven Ulreich, Torhüter beim FC Bayern München, saßen drei bekannte Persönlichkeiten auf der Bühne, deren Wurzeln im württembergischen Amateur-Fußball liegen. Schmidt, der den 1. FC Heidenheim 1846 über viele Jahre von der Ober- bis in die Bundesliga geführt hat, sprach über die Bedeutung der Arbeit an der Basis und die enge Verbindung zwischen Amateur- und Profifußball. Zitat Schmidt Marco Fritz nahm die Gäste mit hinter die Kulissen des internationalen Spitzenfußballs. Der ehemalige FIFA-Schiedsrichter leitete Bundesligaklassiker wie Borussia Dortmund gegen den FC Bayern München, war bei internationalen Turnieren im Einsatz und berichtete von den Fußballplätzen rund um den Globus. Zitat Fritz

Sven Ulreich schlug den Bogen von seinen Anfängen als WFV-Auswahlspieler über seine Jahre beim VfB Stuttgart bis hin zu seiner erfolgreichen Zeit beim FC Bayern München, mit dem er zahlreiche Titel gewann.

Für einen akrobatischen Höhepunkt zwischen den beiden Gesprächsrunden sorgte die Show von Andalousi, die das Publikum mit spektakulären Darbietungen begeisterte.

Drei Karrieren, ein gemeinsamer Nenner

Mit Frank Schmidt, Trainer des 1. FC Heidenheim, Marco Fritz, ehem. FIFA-Referee und aktuell Sportlicher Leiter der DFB-Eliteschiedsrichter sowie Sven Ulreich, Torhüter beim FC Bayern München, saßen drei bekannte Persönlichkeiten auf der Bühne, deren Wurzeln im württembergischen Amateur-Fußball liegen.

Frank Schmidt, der den 1. FC Heidenheim 1846 über viele Jahre von der Ober- bis in die Bundesliga geführt hat, sprach über die Bedeutung der Arbeit an der Basis und die enge Verbindung zwischen Amateur- und Profifußball: „Wir haben fünfmal mit dem FCH den WFV-Pokal gewonnen. Ich kann mich an jedes Pokalfinale sehr gut erinnern. Meine Mutter hat mich als Auswahlspieler jeden Montag nach Ruit gefahren bis ich in der Jugend-Nationalmannschaft gespielt habe. Ohne den WFV wäre das nicht möglich gewesen.“

Marco Fritz nahm die Gäste mit hinter die Kulissen des internationalen Spitzenfußballs. Der ehemalige FIFA-Schiedsrichter leitete das DFB-Pokalfinale Borussia Dortmund gegen den FC Bayern München, war bei internationalen Turnieren im Einsatz und berichtete von den Fußballplätzen rund um den Globus. „Auch bei uns Schiris ist es so: Leistung muss gesehen und gefördert werden. Da machen unsere Schiedsrichterinnen und Schiedsrichter in Württemberg einen grandiosen Job.“ 

Sven Ulreich schlug den Bogen von seinen Anfängen als WFV-Auswahlspieler über seine Jahre beim VfB Stuttgart bis hin zu seiner erfolgreichen Zeit beim FC Bayern München, mit dem er zahlreiche Titel gewann. „Ich habe hier in Schwaben und besonders zu Hause in Schornbach immer Heimatgefühle. Und klar erinnere ich mich an unsere zwei Länderpokalsiege mit Dirk Mack und der WFV-Auswahl in Duisburg. Die anschließenden Belohnungsreisen nach Manchester und Mallorca vergisst man nicht.“

Persönliche Perspektiven auf 75 Jahre WFV

Mit Petra Saretz, WFV-Vorstandsmitglied und Vorständin des 1. FC Heidenheim 1846, WFV-Ehrenpräsident Herbert Rösch, dem ehemaligen Verbands-Sportlehrer und Scout der TSG Hoffenheim, Dirk Mack, sowie Eva-Maria Virsinger, Cheftrainerin der Frauen-Bundesligamannschaft der TSG Hoffenheim  blickten vier Persönlichkeiten ihre persönliche Geschichte im Verband, die Nachwuchsarbeit und die stetigen Veränderungen im Fußball zurück.

Herbert Rösch erinnert sich an prägende Jahre seiner Amtszeit und an zahlreiche Veränderungsprozesse, die der Verband in den vergangenen Jahrzehnten erfolgreich durchlaufen hat. „Im Rückblick war die Zeit beim WFV die glücklichste, befriedigendste in meinem ganzen Leben. Ich tief dankbar, dass ich mich bei diesem Verband engagieren zu dürfen.“

Neues Logo als Symbol für den Aufbruch

Applaus begleitete die Präsentation des neuen Verbandslogos und des neuen Markenbildes – in Form eines zweimüntigen Videoclips auf dem LED-Screen. Das modernisierte Erscheinungsbild wurde von der Münchner Agentur wortundform entwickelt. „Wir arbeiten seit mittlerweile zwei Jahrzehnten mit wortundform zusammen und fühlen uns nach wie vor bestens betreut„, bestätigt WFV-Hauptgeschäftsführer Frank Thumm. Das neue Markenbild verbindet alt Bewährtes mit einem vorwärtsgewandten dynamischen Design. Mit dem neuen Markenauftritt stärkt der WFV seine Identität weiter und stellt zugleich die Weichen für zukünftige Herausforderungen.

Impressionen vom Jubiläums-Abend gibt es von unserem Fotografen Ronny Zimmermann hier.