DFB-Stiftung Sepp Herberger
1. FC Heidenheim holt zweiten Platz bei den Sepp-Herberger-Awards
Bei der Verleihung der Sepp-Herberger-Awards in der Wolfsburger Autostadt hat der 1. FC Heidenheim 1846 am Montagabend den 2. Platz in der Kategorie „Schule und Verein“ belegt – und damit ein starkes Spotlight auf ein Thema gerichtet, das dem Klub besonders am Herzen liegt: mehr Bewegung für Kinder im Schul- und Kita-Alltag. Der Preis wurde den Heidenheimern im Beisein von wfv-Präsident Matthias Schöck verliehen, der seit November auch DFB-Vizepräsident ist.
Der FCH will mit seinem Engagement zeigen, wie wertvoll sportliche Angebote für die Entwicklung junger Menschen sind – und andere Vereine motivieren, ähnliche Wege zu gehen. Mit dem Ganztagsförderungsgesetz wächst die Verantwortung, Kinder während der Schulzeit in Bewegung zu bringen. Hier sieht sich der FCH in einer Schlüsselrolle: mit Zeit, Personal, Erfahrung und Leidenschaft.
Fußball als Motor für Entwicklung
Das Heidenheimer Konzept hat beeindruckende Dimensionen. Herzstück ist eine FSJ-Stelle im Bereich Sport & Schule, über die regelmäßig Projekte und Kooperationen koordiniert werden. Darüber hinaus ist der Verein mit gleich acht Fußball-AGs an regionalen Schulen präsent und sorgt Woche für Woche dafür, dass Kinder spielerisch in Bewegung kommen. Ergänzt wird das Ganze durch drei zusätzliche Bewegungsstunden pro Woche, die unabhängig vom Fußball grundlegende motorische Fähigkeiten fördern. Insgesamt arbeitet der FCH inzwischen mit mehr als 25 Schulen fest zusammen – ein Netzwerk, das stetig wächst und zeigt, wie ernst der Klub seine Verantwortung in der Bildungslandschaft nimmt.
Das Ziel: möglichst vielen Kindern möglichst viele Bewegungsmöglichkeiten bieten. So sollen nicht nur sportliche Talente gefördert, sondern auch Persönlichkeitsentwicklung, Wertevermittlung und soziale Zugehörigkeit gestärkt werden. Ein klarer Beitrag – weit über den Fußball hinaus.
Starkes Zeichen im „Jahr der Schule“
Gerade im „Jahr der Schule“ bekommt das Engagement des 1. FC Heidenheim zusätzliches Gewicht. Der Deutsche Fußball-Bund und seine 21 Landesverbände haben die Initiative ausgerufen, um deutlich mehr Bewegung in den Schulalltag zu bringen – ein dringendes Anliegen, denn laut Deutschem Sportlehrerverband verfehlen rund 75 Prozent der Grundschulkinder die WHO-Empfehlung von täglich mindestens einer Stunde körperlicher Aktivität.
Das „Jahr der Schule“ verfolgt deshalb drei zentrale Ziele: eine offensive Stärkung des Schulsports, ein engeres Netzwerk zwischen Vereinen und Schulen sowie gezielte Maßnahmen, um mehr Mädchen für Fußball und Bewegung zu begeistern.
Großer Galaabend mit prominenten Gästen
Insgesamt ehrte die Sepp-Herberger-Stiftung elf Projekte in fünf Kategorien – mit Preisgeldern von insgesamt 100.000 Euro. Weltmeister Philipp Lahm erhielt den Sonderpreis in der Kategorie „Fußball-Stiftung“ für das Engagement seiner eigenen Stiftung.
Begleitet wurde die Gala von zahlreichen prominenten Gästen, darunter DFB-Präsident Bernd Neuendorf, Trainerlegende Otto Rehhagel und Nationalspielerin Janina Minge. Moderiert wurde der Abend von Amelie Stiefvatter und Sebastian Hellmann, musikalisch begleitet von AYLA und Tim Bendzko.

