DFB-Maserplan
Blau-weiße Idylle im Westallgäu: Vereinsdialog beim SV Maierhöfen-Grünenbach
„Auf d’ r stolz Alm“ prangt in Blau-Weiß am Vereinsheim des SV Maierhöfen-Grünenbach – einem Zwei-Sparten-Verein im bayerischen Landkreis Lindau, der zum wfv-Bezirk Bodensee gehört. Der Ort mit rund 1.500 Einwohnern besticht durch seine idyllische Lage und eine großzügige Sportanlage, auf der sage und schreibe 17 Fußballmannschaften (Herren, Frauen, Juniorinnen und Junioren, teils als Spielgemeinschaft) beheimatet sind. Neben Fußball betreibt der SV zudem eine Ski-Abteilung.
Prominente Gäste zum 131. Vereinsdialog
Zum 131. Vereinsdialog Verein reisten wfv-Vizepräsidentin Angelika Fioranelli-Petersohn, Geschäftsführer Ralf Gabriel, Abteilungsleiter Oliver Deutscher sowie Nuri Saltik mit seinem Bezirksvorstandsteam an.
Die vierköpfige SV-Abteilungsleitung um Felix Einsle engagiert sich intensiv dafür, die zahlreichen Ehrenamtlichen zu halten und zu motivieren. Dennoch bleibt die Gewinnung neuer Jugendtrainer*innen und Schiedsrichter*innen ein Dauerbrenner. Auf Wunsch des Vereins wurde neu gewonnenen Trainer*innen eine ortsnahe wfv-Kurzschulung angeboten. Bereits im April wird der SV eine solche Schulung ausrichten und eine Demo-Gruppe stellen – mit der Hoffnung auf rege Beteiligung der eigenen und neuer Mitglieder.
Bezirksliga-Staffelgröße im Fokus
Ein zentrales Thema war die Größe der Bezirksliga, in der die SV-Herren aktuell spielen und derzeit den 1. Platz belegen. Die Liga umfasst aktuell 17 Mannschaften, entsprechend 34 Spieltage, was aus Sicht des Vereins angesichts der topographischen Gegebenheiten kaum eine angemessene Rückrundenvorbereitung zulässt. Bezirksspielleiter Thomas Fuchs erläuterte die geplanten Schritte zur Reduzierung der Liga: Sicher ist, dass in der Saison 2026/27 mit 16 Mannschaften gespielt wird. Ob darüber hinaus eine weitere Reduzierung möglich ist, bleibt offen. Fuchs empfahl, sich bei den kommenden Bezirksligaspielen mit den Gegnern auszutauschen, um ein Stimmungsbild für einen möglichen Antrag an den Bezirk zu erhalten.
Jugendfußball und Meldeligen
Diskutiert wurde zudem über die sogenannten „Meldeligen im Jugendfußball“, wie sie in Bayern praktiziert werden, bei denen Vereine gemäß ihrer Selbsteinschätzung in Staffeln eingeteilt werden. Bezirksjugendleiter Bernd-Stefan Bender betonte die Vorteile des im Bezirk üblichen halbjährigen Quali-Staffel-Modus: Er bietet sportlich erbrachte Leistungsnachweise, auf deren Grundlage eine leistungsdifferenzierte Einteilung möglich ist.
Grenzthemen und Förderungen
Weitere Gesprächsthemen betrafen die „Grenzlagen“ zwischen Bayern und Württemberg: Zuschüsse für Sportstättenbau, etwa für eine LED-Flutlichtanlage, werden vom Bayerischen Landessportverband gewährt, unterscheiden sich jedoch in der Handhabung von denen des Württembergischen Landessportbundes. Ebenso existiert das in Baden-Württemberg geltende Bildungszeitgesetz mit Freistellungsanspruch für Ehrenamtliche nicht in Bayern.
Auch Interesse am Vereinsdialog?
Abschließend dankte Angelika Fioranelli-Petersohn allen Beteiligten für die offene und konstruktive Gesprächsführung auf Augenhöhe und überreichte dem Verein zehn adidas-Bälle als kleines Dankeschön. Vereine, die ebenfalls Interesse an einem Vereinsdialog haben, können sich an die Ansprechpartner im Bezirk oder auf Verbandsebene wenden.
Der Vereinsdialog ist ein Baustein des DFB-Masterplans und verfolgt das Ziel, die Zusammenarbeit zwischen Vereinen, Bezirken und Landesverband zu stärken. In direkter Atmosphäre sprechen wfv-Vertreter mit Vereinsverantwortlichen über aktuelle Herausforderungen, Entwicklungschancen und strukturelle Themen – offen, konstruktiv und auf Augenhöhe. So entsteht ein wertvoller Austausch, der hilft, das Vereinsleben zukunftsfähig zu gestalten.

