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Häufige Fragen und Antworten (FAQ)

Wir versuchen, die häufigsten Fragen rund um den Trainings- und Spielbetrieb in Zeiten von Corona in unseren FAQ verständlich zu beantworten. Grundlage sind die Corona-Verordnung und Corona-Verordnung Sport des Landes Baden-Württemberg.

Hinweis: Es gelten jeweils die Gesetze des Landes, indem das Training oder Spiel stattfindet. Für die wfv-Vereine mit Sitz bzw. Sportgelände in Bayern gilt die bayerische Landesverordnung. Hilfestellung gibt hier der Bayerische Fußballverband.

Falls Ihre Frage nicht beantwortet wird, sind unsere Mitarbeiter*innen der wfv-Geschäftsstelle unter der Corona-Hotline (0711 22764-66) für Sie da.

Letzt Aktualisierung: 21.01.2022.

Allgemeine und aktuelle Fragen

Allgemeines

  • Kindern unter 6 Jahren ist die Teilnahme stets gestattet, sofern sie asymptomatisch sind.
  • Veranstaltungen sind in der Alarmstufe II mit höchstens 50 Prozent der zugelassenen Kapazität, jedoch maximal 500 Besucher*innen erlaubt.
  • Veranstalter müssen weiterhin ein Hygienekonzept vorhalten und anwenden sowie die Kontaktdaten aller anwesenden Personen dokumentieren. Test-, Impf- und Genesenennachweise müssen grundsätzlich mit digitalen Anwendungen wie etwa der CovPassCheck-App kontrolliert und mit einem Ausweisdokument abgeglichen werden.
  • Ein Schnelltest kann vor Ort durch eine volljährige Person überwacht oder durch den Veranstalter durchgeführt werden – diese Tests sind nur für die entsprechende Einrichtung gültig.
  • Sofern gerade kein Sport getrieben wird, gilt in Innenbereichen die Pflicht zum Tragen einer Maske. Personen ab 18 Jahren müssen eine FFP2 oder vergleichbare Maske tragen – beispielsweise KN95-/N95-/KF94-/KF95-Masken. Im Freien muss Maske getragen werden, wenn nicht dauerhaft ein Abstand von mindestens 1,5 Metern zu anderen Personen eingehalten werden kann.

Sport im Freien

Für das Training und für Spiele im Freien benötigen alle Spieler*innen sowie das Funktionspersonal (Trainer*innen, Betreuer*innen usw.) und Schiedsrichter*innen einen 2G-Nachweis.

Zuschauer*innen benötigen einen 2G-Plus-Nachweis.

Ausnahmen: Personen mit einer Booster-Impfung sind von der Testpflicht bei der 2G-Plus-Regelung ausgenommen. Dies gilt auch für Geimpfte mit abgeschlossener Grundimmunisierung, wenn seit der letzten erforderlichen Einzelimpfung nicht mehr als drei Monate vergangen sind, sowie für Genesene, deren Infektion nachweislich maximal drei Monate zurückliegt.

Nicht-immunisierten Schüler*innen unter 18 Jahren ist der Sport im Freien bis auf Weiteres ohne weiteren Testnachweis gestattet, sofern sie asymptomatisch sind. Sie müssen lediglich ein Dokument vorlegen, dass sie als Schüler ausweist (z.B. Schülerausweis oder Zeugnis).

Sport und Aufenthalt im Innenbereich

Für den Zutritt zu geschlossenen Räumen (bspw. Umkleidekabinen) und die Sportausübung in der Halle gilt für alle Personengruppen 2G-Plus.

Ausnahmen: Personen mit einer Booster-Impfung sind von der Testpflicht bei der 2G-Plus-Regelung ausgenommen. Dies gilt auch für Geimpfte mit abgeschlossener Grundimmunisierung, wenn seit der letzten erforderlichen Einzelimpfung nicht mehr als drei Monate vergangen sind, sowie für Genesene, deren Infektion nachweislich maximal drei Monate zurückliegt.

Nicht immunisierte Schüler*innen benötigen in den Ferien einen Antigen- oder PCR-Testnachweis.

Ausnahmen für Beschäftigte

Sonderregelungen gelten auch weiterhin für Beschäftigte im Sinne der Arbeitsschutzvorschriften, aber auch Selbstständige. Dabei ist es unerheblich, ob es sich um Sportler*innen, Trainer*innen, Medienvertreter*innen oder weitere Beteiligte handelt. Für sie gilt die 3G-Regelung (geimpft, genesen oder getestet per Antigen-Schnelltest oder PCR-Test). Zum Kreis des Beschäftigten zählen insbesondere alle Vertragsspieler*innen sowie alle durch einen Arbeitsvertrag an den Verein gebundenen Trainer*innen. Nicht zu den Beschäftigten zählen ehrenamtliche Funktionsträger und Trainer*innen, die auf Basis einer Übungsleiterpauschale ihrer Tätigkeit nachgehen.

Es gelten jeweils die Gesetze des Landes, indem das Training oder Spiel stattfindet. Für die wfv-Vereine mit Sitz bzw. Sportgelände in Bayern gilt die bayerische Landesverordnung. Weitere Informationen finden Sie auf der Seite des Bayerischen Fußballverbandes.

Grundsätzlich gelten die Regelungen der jeweiligen Landesregierung im ganzen Bundesland. In Einzelfällen ist es möglich, dass lokale Behörden per Allgemeinverfügung schärfere Regeln für ihren Stadt-/Landkreis erlassen. Wir bitten Sie daher, im Zweifel Kontakt mit Ihren zuständigen Behörden vor Ort aufzunehmen.

3G = geimpft, genesen oder getestet (Antigen-Schnelltest oder PCR-Test)
3G-Plus = geimpft, genesen oder getestet (PCR-Test)
2G = geimpft oder genesen
2G-Plus = geimpft oder genesen UND getestet (Antigen-Schnelltest oder PCR-Test)

Immunisierte Personen sind gegen COVID-19 vollständig geimpfte oder von COVID-19 genesene Personen.

Geimpfte Personen

In der Regel sind zwei Impfungen für den vollständigen Impfschutz erforderlich, in Ausnahmefällen genügt eine Impfung (zum Beispiel, wenn die Person vor der Impfung bereits mit COVID-19 infiziert war oder sich nach der Impfung mit COVID-19 infiziert hat). Die Kriterien hierfür legt das Paul-Ehrlich-Institut fest. Seit der letzten erforderlichen Einzelimpfung müssen 14 Tage vergangen sein, um einen vollständigen Impfschutz zu erreichen.

Die Kriterien können sich ändern, wenn neue wissenschaftliche Kenntnisse vorliegen. Zuletzt war dies der Fall bei der Impfung mit dem Impfstoff von Johnson & Johnson. Hier braucht es seit dem 15. Januar eine zweite Impfung, idealerweise mit einem mRNA-Impfstoff (BioNTech/Pfizer bzw. Moderna), damit der vollständige Impfschutz vorliegt.

Eine dritte Dosis ist unabhängig vom Impfstoff erforderlich, um als „geboostert“ zu gelten. Dieser Status gilt sofort ab der Impfung, es gibt keine 14-tägige Frist wie bei der Grundimmunisierung.

Genesene Personen

Als genesen gilt, wer nachweislich mit COVID-19 infiziert war. Ein Genesenennachweis muss bestimmten Vorgaben entsprechen, die das Robert-Koch-Institut (RKI) festlegt. Demnach beginnt der Genesenen-Status 28 Tage nach dem positiven Test (in der Regel PCR-Test) und hält für drei Monate an.

Wer gilt als „geboostert“?

  • Personen, die dreifach geimpft sind.
  • Personen, die ihre Grundimmunisierung (Abschluss der Impfserie) vor nicht länger als 3 Monaten erworben haben.
  • Genesene, deren Infektion (Angabe auf dem PCR-Testnachweis) noch nicht länger als drei Monate zurückliegt.

In Deutschland wird die Gültigkeit des Impfzertifikats für Personen mit Grundimmunisierung am 1. Februar von 12 Monaten auf 9 Monate verkürzt. Die Zertifikate von Menschen, die bereits eine dritte Impfung (Booster) bekommen haben, gelten ab dem Tag der Auffrischungsimpfung derzeit für 12 Monate, wie das in CovPass- und Corona-Warn-App hinterlegte technische Ablaufdatum zeigt.

Die Regeln zur Absonderung werden von der Landesregierung in der Corona-Verordnung Absonderung festgelegt. Anfang Januar hat das Land Baden-Württemberg die Absonderungsregelungen an die Omikron-Variante angepasst. Aktuell gilt für das private Umfeld Folgendes (für Beschäftigte in bestimmten Branchen wie Krankenhäuer oder Erziehungseinrichtungen gelten schärfere Regeln).

Infizierte Personen

Für positiv getestete Personen besteht ab Kenntnis des positiven Tests 10 Tage Absonderungspflicht; am siebten Tag ist eine Freitestung möglich (Antigen-Schnelltest oder PCR-Test).

Haushaltsangehörige

Für frisch geimpft oder genesene (d.h. innerhalb von 3 Monaten) sowie für geboosterte Personen besteht keine Absonderungs- oder Testpflicht. Für alle anderen besteht eine 10-tägige Absonderungspflicht ab Kenntnis über positiven Test des Primärfalls, die Absonderungsdauer beginnt mit dem Tag des Erstnachweises des Primärfalls. Am siebten Tag ist eine Freitestung möglich (Antigen-Schnelltest oder PCR-Test).

Enge Kontaktpersonen

„Enge Kontaktperson“ ist jede Person, die nach den jeweils geltenden Kriterien des Robert Koch Instituts von der zuständigen Behörde als solche eingestuft wurde und der dieser Status der „engen Kontaktperson“ durch die Behörde mitgeteilt wurde.

Für frisch geimpft oder genesene (d.h. innerhalb von 3 Monaten) sowie für geboosterte Personen besteht keine Absonderungs- oder Testpflicht. Für alle anderen besteht eine 10-tägige Absonderungspflicht nach letztem Kontakt zur infizierten Person. Am siebten Tag ist eine Freitestung möglich (Antigen-Schnelltest oder PCR-Test).

Sonderregelung für Schüler*innen

Bei Auftreten einer Infektion mit dem Coronavirus in Schulen besteht für die Schüler*innen in der Regel keine direkte Absonderungspflicht. Stattdessen besteht eine tägliche Testpflicht mittels Schnelltest oder PCR-Test für den Zeitraum von fünf Schultagen. Ausgenommen von der Testpflicht sind quarantänebefreite Personen.

Sonderregelungen gelten auch weiterhin für Beschäftigte im Sinne der Arbeitsschutzvorschriften, aber auch Selbstständige. Dabei ist es unerheblich, ob es sich um Sportler*innen, Trainer*innen, Medienvertreter*innen oder weitere Beteiligte handelt. Für sie gilt die 3G-Regelung (geimpft, genesen oder getestet per Antigen-Schnelltest oder PCR-Test). Zum Kreis des Beschäftigten zählen insbesondere alle Vertragsspieler*innen sowie alle durch einen Arbeitsvertrag an den Verein gebundenen Trainer*innen. Nicht zu den Beschäftigten zählen ehrenamtliche Funktionsträger und Trainer*innen, die auf Basis einer Übungsleiterpauschale ihrer Tätigkeit nachgehen.

Kinder unter 6

Kinder unter sechs Jahren und noch nicht eingeschulte Kinder sind generell von der Testpflicht bzw. dem Zutritts- und Teilnahmeverbot ausgenommen, insofern sie keine COVID-typischen Symptome aufweisen.

Schüler*innen

Nicht-immunisierten Schüler*innen unter 18 Jahren ist der Sport im Freien ohne weiteren Testnachweis gestattet, sofern sie asymptomatisch sind. Sie müssen lediglich ein Dokument vorlegen, dass sie als Schüler ausweist (z.B. Schülerausweis oder Zeugnis).

Für die Nutzung von Innenräumen müssen nicht-immunisierte Schüler*innen in den Schulferien einen aktuellen Schnelltest vorlegen.

Achtung: Die Sonderregelung für Schüler*innen zwischen 12 und 17 Jahren sollte eigentlich bereits am 31. Januar 2022 auslaufen.  Die Sonderregelung bleibt nun aber doch bis auf Weiteres bestehen. Mittelfristig wird die Ausnahme für die über zwölfjährigen Schüler*innen laut Landesregierung aber auslaufen, ein konkretes Datum wird nicht genannt.

Studierende

Für Studierende gibt es keine gesonderten Regelungen.

Für Zuschauer*innen gilt in der Alarmstufe II die 2G-Plus-Regelung. Zudem sind, genau wie für alle anderen Personen, die Kontaktdaten (Vor- und Nachname, Anschrift, Datum und Zeitraum der Anwesenheit und, soweit vorhanden, die Telefonnummer) zu erfassen.

Grundsätzlich besteht im Freien keine Maskenpflicht, solange weniger als 5.000 Personen anwesend sind und die Abstände eingehalten werden können. In geschlossenen Räumen besteht Maskenpflicht, sofern gerade kein Sport getrieben wird (FFP2 oder ähnliche Maske für Personen ab 18 Jahren).

Wenn Eltern ihre Kinder lediglich abholen, müssen sie keine entsprechenden Nachweise erbringen. Laut Corona-Verordnung gibt es Ausnahmen für kurzzeitige und notwendige Aufenthalte, etwa zur Wahrnehmung des Personensorgerechts oder für einen Toilettengang. Grundsätzlich sollte die Aufenthaltsdauer auf das Notwendigste reduziert werden.

Wenn Eltern das Training jedoch begleiten oder über die gesamte Zeit zuschauen möchten, sind die jeweils erforderlichen Nachweise zu erbringen.

Um einen Testnachweis für ein Training oder ein Spiel zu erbringen, gibt es folgende Optionen:

  • Selbsttest vor Ort unter Aufsicht eines Vereinsverantwortlichen, der den Test überwacht. Der Test berechtigt lediglich zur Teilnahme am jeweiligen Training oder Spiel. Das Ergebnis muss nicht dokumentiert und aufbewahrt werden.
  • Nachweis eines Tests im Arbeitsumfeld
  • Nachweis eines Schnelltests oder PCR-Tests von einer offiziellen Teststelle

Die zugrundeliegende Testung darf im Falle eines Antigen-Schnelltests maximal 24 Stunden, im Falle eines PCR-Tests maximal 48 Stunden zurückliegen.

Fragen zum Hygieneschutz und -konzept

Die Heimvereine sind als Veranstalter und Hausrechtsinhaber verpflichtet, die Regeln auf ihrem Sportgelände umzusetzen und ggfls. erforderliche Nachweise zu überprüfen.

In der Corona-Verordnung des Landes Baden-Württemberg ist mittlerweile klar geregelt, wie eine Eingangskontrolle durchgeführt werden muss: Veranstalter*innen müssen Test-, Impf- und Genesenennachweise grundsätzlich mit digitalen Anwendungen wie etwa der CovPassCheck-App kontrollieren und mit einem Ausweisdokument wie Personalausweis oder Führerschein abgleichen. Die Vorlage des Ausweisdokuments ist bei mehrfachem Wiederbetreten derselben Veranstaltung nicht erforderlich, wenn beim ersten Zutritt bereits ein Abgleich mit den Daten im Nachweisdokument stattgefunden hat und die überprüften Personen etwa ein Bändchen bekommen.

Die Heimvereine sind als Veranstalter und Hausrechtsinhaber laut Corona-Verordnung verpflichtet, die Regeln auf ihrem Sportgelände umzusetzen. Zur Vereinfachung des Nachweises durch den Gastverein haben wir ein mit dem Kultusministerium abgestimmtes Dokument bereitgestellt. Wir empfehlen unseren Vereinen den Einsatz des Formulars. Besteht ein Heimverein jedoch darauf, die Nachweise einzeln zu kontrollieren oder aber der Gastverein möchte das Formular nicht unterschreiben, ist jede Person einzeln vom gastgebenden Verein zu kontrollieren.

Diese Prüfpflicht bzw. das Prüfrecht besteht laut Corona-Verordnung nur für den Heimverein als Ausrichter der Sportveranstaltung auf seinem Sportgelände. Er ist für die Einhaltung der Vorgaben verantwortlich – umgekehrt gibt es für den Gastverein keine Kontrollmöglichkeit. Wird uns als Verband ein Fehlverhalten angezeigt, werden unsere Sportgerichte dieses nach dem üblichen Verfahren bearbeiten. In erster Linie ist der Verstoß gegen die Verordnungen des Landes jedoch ein Fall für die staatlichen Behörden und kann erhebliche rechtliche Konsequenzen nach sich ziehen.

Für Personen mit typischen Symptomen oder sonstigen Anhaltspunkten für eine Infektion mit dem Virus SARS-CoV-2 (Coronavirus) gilt ein generelles Zutritts- und Teilnahmeverbot, unabhängig vom Impf- und/oder Teststatus.

Liegt ein Liegt eines der folgenden Symptome vor, sollte die Person dringend zu Hause bleiben bzw. einen Arzt kontaktieren: Husten, Fieber, Atemnot, sämtliche Erkältungssymptome.

Das Infektionsschutzgesetz (IfSG) sieht die Verarbeitung der Kontaktdaten von Veranstaltungsteilnehmern vor, um nach Auftreten einer Infektion mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 mögliche Infektionsketten nachverfolgen und unterbrechen zu können. Erfasst werden sollten Vor- und Nachname, Anschrift, Datum und Zeitraum der Anwesenheit und, soweit vorhanden, die Telefonnummer, falls diese Daten nicht bereits vorliegen. Diese Informationen sind für vier Wochen, anschließend zu löschen und dürfen zu keinem anderen Zweck eingesetzt werden.

Spieler*innen: Es gibt geeignete Apps, die die Erfassung erleichtern (z.B. die Luca-App oder die DFB-App Teampunkt). Grundsätzlich muss die tatsächliche Anwesenheit aller Personen für jede einzelne Einheit/Trainingsgruppe dokumentiert werden.

Zuschauer*innen: Für die Erfassung von Zuschauer*innen gibt es digitale Möglichkeiten wie die luca-App. Jeder Verein muss für sich entscheiden, ob er eine App flächendeckend einsetzen kann oder eine händische Teilnehmerliste führt. Gerade bei Kindern, die – je nach Alter – nicht alle über ein Smartphone verfügen, sollte gründlich geprüft werden, ob der Einsatz einer App sinnvoll ist. Es ist jedoch in jedem Fall alternativ eine analoge Erhebung von Kontaktdaten zu ermöglichen.

Grundsätzlich genügt die Vorlage des jeweiligen Test-Nachweises. Die Nachweise müssen also nicht einbehalten und vom Verein aufbewahrt werden. Kontaktdaten sind hingegen für vier Wochen aufzubewahren und anschließend zu löschen.

Fragen zu Haftung und Versicherung

Bei der Übernahme der Kinder/Spieler und beim Betreten des Sportgeländes beginnt die Verantwortlichkeit. Sie endet, sobald die Kinder/Spieler bei der Abholung wieder in die Obhut der Aufsichtspersonen (z.B. die Eltern) gegeben werden bzw. mit deren Einverständnis selbstständig den Heimweg antreten.

Für die Einhaltung und Prüfung der An- und Abreise ist der Verein nicht verantwortlich. Der Verein sollte im Vorfeld und an der Sportstätte schriftlich deutlich darauf hinweisen, dass Fahrgemeinschaften nicht empfohlen werden.

Wer als Vorstand, Trainer oder Betreuer ehrenamtlich tätig ist bzw. dessen Tätigkeit mit nicht mehr als 720 Euro pro Jahr vergütet wird, haftet zivilrechtlich nur für Vorsatz und grobe Fahrlässigkeit. Grob fahrlässig handelt, wer selbst völlig naheliegende Überlegungen nicht anstellt und die vorgegebenen Maßnahmen (z.B. Mindestabstand, Reinigung und Desinfektion) bewusst ignoriert bzw. nicht umsetzt, die erforderliche Sorgfalt in ungewöhnlich hohem Maß verletzt und unbeachtet lässt, kann hierfür haftbar gemacht werden. Zudem müsste erwiesen sein, dass die Infektion ursächlich auf die schuldhafte Vernachlässigung entsprechender Pflichten zurück zu führen ist. Das Haftungsrisiko ist daher äußerst gering.

Tatsächlich ist es so, dass die Haftungsbeschränkung auf grobe Fahrlässigkeit nach den §§ 31a, 31b BGB für Trainer und Betreuer nicht gilt, wenn Sie im Rahmen der Übungsleiterpauschale EUR 3.000 p.a. oder jedenfalls über EUR 720 p.a. verdienen. Sollte sich also ein Kind infizieren, weil ein solcher Trainer/Betreuer z.B. Hygienevorgaben nicht beachtet hat, haftet er grundsätzlich schon bei einfacher Fahrlässigkeit. Alles immer unter der Voraussetzung, dass auch nachgewiesen werden kann, dass der nachlässige Umgang mit den Hygienevorgaben ursächlich für die Infektion war.

Tritt ein solcher Fall tatsächlich ein, gilt aber immer noch: Der Verein hat seine Mitglieder und damit auch Trainer/Betreuer grundsätzlich von einer Haftung gegenüber Dritten freizustellen, wenn sich bei der Durchführung der satzungsmäßigen Aufgaben eine damit typischerweise verbundene Gefahr verwirklicht hat und dem Mitglied weder Vorsatz noch grobe Fahrlässigkeit vorzuwerfen ist (BGH NJW 2005, 981). D. h., der Verein müsste den Schaden im Innenverhältnis übernehmen.

Außerdem besteht auch ein Haftplichtversicherungsschutz über die ARAG Sportversicherung, die bei einfacher Fahrlässigkeit eintritt.

Zusammengefasst: Ein geschädigtes Kind könnte den Trainer/Betreuer schon bei einfacher Fahrlässigkeit zwar zunächst in Anspruch nehmen, aber letztlich müssten Verein und ARAG Sportversicherung den Schaden übernehmen.

Der Verein ist zur Einhaltung der Regeln verpflichtet und muss im Zweifel von seinem Hausrecht Gebrauch machen und den Zutritt zum Gesundheitsschutz der anderen Beteiligten verwehren. Es ist aber unbedingt darauf zu achten, dass insbesondere Schutzbedürftige sich nicht allein auf den Heimweg begeben, wenn sie üblicherweise abgeholt werden.

Über den Sportversicherungsvertrag des WLSB ist die Durchführung des satzungsgemäßen Verbands- bzw. Vereinsbetriebes und in diesem Rahmen die Veranstaltung und/oder Ausrichtung aller Veranstaltungen und Unternehmungen des Vereins versichert.

Aus der Durchführung des Vereinsbetriebes heraus und den hiermit einhergehenden Sorgfaltspflichten ist jeder Verein grundsätzlich verpflichtet, alle notwendigen und zumutbaren Vorkehrungen zu treffen, um eine Schädigung anderer Personen und Sachen zu verhindern.

Hieraus resultiert, dass die für die Mitgliedsvereine jeweils geltenden gesetzlichen Auflagen und Hygienebestimmungen entsprechend einzuhalten sind. Dies betrifft z. B. den Fall, dass nach den derzeit bestehenden Auflagen ein Hygienekonzept zu erstellen, zu überwachen und fortlaufend zu dokumentieren ist.

Wird einem Mitgliedsverein ein organisatorisches Verschulden zum Beispiel im Zusammenhang mit einer COVID-19 Infektion vorgeworfen, besteht hierfür grundsätzlich Versicherungsschutz im Rahmen und Umfang des Sportversicherungsvertrages. Weiterhin ist der Mitarbeiter, bzw. das Mitglied des Vereins über den Sportversicherungsvertrag haftpflichtversichert, soweit diese Person als Hygienebeauftragter für den Verein tätig wird.

Der Vorwurf gegenüber einem Mitglied zur Übertragung einer Krankheit ist analog zur Privat-Haftpflichtversicherung grundsätzlich nicht vom Versicherungsschutz erfasst.

Eine abschließende Entscheidung ist nur im jeweiligen Einzelfall möglich. Die Mitgliedsvereine mögen uns deshalb bitte benachrichtigen, falls sie von Schadenfällen aus diesem Bereich betroffen sein sollten (Grundlage ist der aktuelle Sportversicherungsvertrag; Stand: 01.07.2017).

Nähere Informationen zum Versicherungsschutz der ARAG finden Sie hier: https://www.arag.de/coronavirus/vereine/