Corona-Infoportal

Häufige Fragen und Antworten (FAQ)

Wir versuchen, die Regelungen der Corona-Verordnung der Landesregierung Baden-Württemberg in verständliche und konkrete Aussagen für unsere Vereine zu übersetzen und alle für den Fußball relevanten Fragen nach bestem Wissen und Gewissen zu beantworten.

Falls Ihre Frage nicht dabei ist, kontaktieren Sie uns:

Letzte Aktualisierung: 15.06.2021

Aktuelle Fragen zum Training

  • Bei Inzidenzen über 100, tritt die Bundesnotbremse in Kraft. Sport ist dann im Freien oder in geschlossenen Räumen nur noch kontaktlos allein, zu zweit oder mit den Angehörigen des eigenen Haushalts erlaubt. Ausnahmen gibt es hier für Kinder bis einschließlich 13 Jahren: Diese dürfen in Gruppen von maximal fünf Kindern weiterhin kontaktlosen Sport im Freien ausüben. Lediglich Trainer*innen und Betreuer*innen benötigen eine Bescheinigung über ein negatives Testergebnis), das nicht älter als 24 Stunden ist. Vollständig geimpfte oder genesene Personen sind in Baden-Württemberg von der Testpflicht befreit (§ 28b IfSG).
  • Öffnungsstufe 1 (7-Tage-Inzidenz muss fünf Werktage in Folge unter 100 liegen): Das Fußballtraining ist in Gruppen mit bis zu 20 Personen plus Trainer*in erlaubt. Alle Personen unterliegen einer Testpflicht. Der Spielbetrieb ist mit bis zu 20 Sportler*innen und 100 Zuschauer*innen im Freien erlaubt.
  • Öffnungsstufe 2 (7-Tage-Inzidenz muss nach Inkrafttreten von Öffnungsschritt 1 weitere 14 Tage in Folge unter 100 liegen und eine sinkende Tendenz aufweisen): Die Gruppengröße erweitert sich auf eine Person pro 20m²; weiterhin besteht eine Testpflicht für alle Personen; der Spielbetrieb ist ohne Teilnehmerbegrenzung und mit bis zu 250 Zuschauer*innen im Freien möglich.
  • Öffnungsstufe 3 (die 7-Tage-Inzidenz muss nach Inkrafttreten von Öffnungsschritt 2 weitere 14 Tage in Folge eine sinkende Tendenz aufweisen) oder Inzidenz <50:
  • Die Gruppengröße erweitert sich auf eine Person pro 10m²; die maximal zulässige Zuschauerzahl im Freien erhöht sich auf 500 Personen. Weiterhin besteht eine Testpflicht für alle Personen.
  • Inzidenz <35: Die Testpflicht entfällt für den Sportbetrieb im Außenbereich; die maximal zulässige Zuschauerzahl im Freien erhöht sich auf 750 Personen.

Bei einer Inzidenz über 100 ist ein Training mit Kindern und Jugendlichen bis zum 14. Geburtstag in 5er Gruppen zulässig. Hier muss lediglich der Trainer einen Nachweis eines negativen tagesaktuellen Schnelltests vorlegen.

Bei einer festgestellten Inzidenz zwischen 100 und 35  besteht eine Testpflicht für alle Personen ab sechs Jahren, also auch für Spieler*innen zwischen 6 und 13 Jahren.

Erst bei stabilen Inzidenzen unter 35 (fünf Tage in Folge) entfällt die Testpflicht.

Geimpfte und Genesene sind von der Pflicht eines negativen Coronatests befreit, wenn sie einen entsprechenden Nachweis vorlegen. Diese Ausnahmeregelungen gelten allerdings nur dann, wenn diese Personen keine akuten Symptome einer Corona-Infektion zeigen.

Geimpft: 14 Tage nach der vollständigen Impfdosis (in der Regel nach der Zweitimpfung), bei einer vorangegangenen Infektion ist nur eine Impfung erforderlich.

Genesen: Mindestens 28 Tage, maximal 6 Monate zurückliegende bestätigte Infektion.

Die Nutzung von Umkleiden, Duschen, Aufenthaltsräumen oder Gemeinschaftseinrichtungen ist bei Inzidenzen unter 100 ab Öffnungsstufe 2 zulässig. Die Aufenthaltsdauer ist auf das Notwendigste zu reduzieren. Es gilt ein striktes Abstandsgebot und die Pflicht zum Tragen einer medizinischen Maske. Ggf. müssen entsprechend einzelnen Duschen gesperrt werden und die Kabine kann nur mit einer sehr geringen Personenanzahl genutzt werden.

Grundsätzlich besteht weiterhin eine Nachweispflicht (negativer Test, Impf- oder Genesenennachweis), wenn die Duschen und Umkleiden von mehreren Personen zeitgleich genutzt werden – auch bei stabilen Inzidenzen unter 35. Wenn die Nutzung so gestaltet wird, dass sie einer Einzelnutzung gleichkommt, kann die Nachweispflicht entfallen. Wir möchten darauf hinweisen, dass die lokalen Behörden auch schärfere Regelungen erlassen können und bitten Sie darum, sich vor der Öffnung mit diesen in Verbindung zu setzen. Beim gemeinsamen Aufenthalt in geschlossenen Räumen besteht stets ein erhöhtes Infektions- und Quarantäne-Risiko.

Abseits des Sportbetriebs ist ein Abstand von mindestens 1,5 Metern zu anderen Personen einzuhalten. In Räumlichkeiten besteht abseits des Sportbetriebs die Pflicht zum Tragen einer medizinischen Maske. Körperkontakt, insbesondere Händeschütteln oder Umarmen, ist zu vermeiden. Zwischen Zuschauer*innen und Zuschauern muss ein Mindestabstand von 1,5 Metern eingehalten werden.

Die Landesregierung hat die Testmöglichkeiten kürzlich erweitert. Die Tests haben, mit Ausnahme der Testung an Schulen, in der Regel eine Gültigkeit von 24 Stunden. Die Ausstellung offizieller Testnachweise ist in folgenden Konstellationen möglich:

  • Wie bisher dürfen offizielle Teststellen und Testzentren (darunter auch Apotheken oder Arztpraxen) Schnelltests auf das Coronavirus vornehmen und bescheinigen.
  • Unter bestimmten Voraussetzungen können nun auch Tests im Rahmen einer betrieblichen Testung bescheinigt werden.
  • Dienstleister, bei denen für die Nutzung der angebotenen Dienstleistung ein negativer Schnelltest erforderlich ist, können unter bestimmten Voraussetzungen vor Ort einen Schnelltest durchführen und eine Bescheinigung über das Ergebnis ausstellen.
  • Schulen und Kindertageseinrichtungen: Schulen haben den im Präsenzunterricht einbezogenen Schüler*innen in jeder Schulwoche zwei COVID-19-Schnelltests anzubieten und auf Verlangen eine Bescheinigung über das negative Testergebnis unter Angabe des Testdatums und der Uhrzeit auszustellen (§ 2 CoronaVO Schule). Diese haben 60 Stunden Gültigkeit. Eigenbescheinigungen durch Erziehungsberechtigte haben keine Gültigkeit als Bescheinigung für den Trainings- und Spielbetrieb im Amateursport oder andere Öffnungsstufen. Etwas anderes gilt, wenn die Vorlage durch die Schule entsprechend bestätigt wird.

Zusätzlich zu professionellen Schnelltests können auch zur Laienanwendung gedachte Selbsttests genutzt werden. Dabei muss die Anwendung dieses Tests vor Ort von einer geeigneten Person der Institution, die der Testpflicht unterliegt, also einem Vereinsvertreter, überwacht und bestätigt werden: Die geeignete Person muss “zuverlässig und in der Lage sein, die Gebrauchsanweisung des verwendeten Tests zu lesen und zu verstehen, die Testung zu überwachen, dabei die geltenden AHA-Regeln einzuhalten, das Testergebnis ordnungsgemäß abzulesen sowie die Bescheinigung korrekt und unter Angabe aller erforderlichen Angaben und unter Wahrung des Datenschutzes auszustellen.” Eine Vorlage für ein Bestätigungsformular finden Sie hier zum Download.

Grundsätzlich genügt die Vorlage der jeweiligen Bescheinigungen durch die Spieler*innen sowie Zuschauer*innen. Die Nachweise müssen also nicht einbehalten und vom Verein aufbewahrt werden. Es besteht allerdings die Pflicht zur Datenverarbeitung, wonach von anwesenden Teilnehmer*innen Vor- und Nachname, Anschrift, Datum und Zeitraum der Anwesenheit und, soweit vorhanden, die Telefonnummer ausschließlich zum Zwecke der Auskunftserteilung gegenüber dem Gesundheitsamt oder der Ortspolizeibehörde gespeichert werden müssen.

Es dürfen gleichzeitig mehrere Gruppen der zulässigen Personenzahl auf einer Sportstätte trainieren. Eine Durchmischung von Gruppen ist nicht gestattet. Es muss gewährleistet sein, dass diese ausgeschlossen ist, auch beim Kommen und Gehen.

Wir empfehlen, die Gruppen auch über mehrere Trainingstage hinweg möglichst stabil zu halten, da dann im Falle einer Infektion nur eine Gruppe Kontakt mit der betroffenen Person hatte und ggfls. in Quarantäne muss. Dies ist jedoch nicht vorgeschrieben, die Gruppen dürfen für jedes Training neu zusammengestellt werden.

Als Service für unsere Vereine prüfen wir täglich die Allgemeinverfügungen in allen württembergischen Stadt- und Landkreisen, die für die Feststellung der Inzidenzen maßgeblich sind. Per Blick auf das Ampelsystem erfahren Sie, wer am heutigen bzw. jeweils folgenden Tag in Ihrem Stadt- bzw. Landkreis trainieren darf. Sie finden die Übersicht auf unserem Corona-Infoportal.

Entscheidend ist, zu welchem Stadt- oder Landkreis das Sportgelände gehört, auf dem das Training stattfindet. Ein Spieler, der aus einem Wohnort mit einer höheren Inzidenz anreist, darf trotzdem am Training teilnehmen.

Weitere Fragen zum Training

Die Sportausübung ist laut Kultusministerium und Sozialministerium des Landes Baden-Württemberg dann kontaktarm, wenn sie grundsätzlich ohne Körperkontakt durchgeführt wird, ein kurzfristiger Kontakt in einzelnen Übungs- und Spielsituationen aber nicht ausgeschlossen werden kann. D.h., ein „normales“ Trainings-Fußballspiel z.B. im 5 gegen 5 bzw. 10 gegen 10 innerhalb der festen Trainingsgruppen ist grundsätzlich erlaubt, weil die Kontaktzeiten nur kurzfristig in einzelnen Spielsituationen gegeben sind. Die Ansteckungswahrscheinlichkeit ist hier sehr gering, wie mittlerweile mehrere wissenschaftliche Studien zeigen. Auf Partnerübungen oder statische Situationen, in denen über längere Zeit kein Abstand gewahrt wird (z.B. Eckball-Training), muss hingegen verzichtet werden.

Wir weisen aber vorsorglich darauf hin, dass nach § 20 CoronaVO die örtlichen Behörden im Einzelfall abweichend entscheiden und z.B. Fußballspiele im Training verbieten können. Dann muss dies aber ausdrücklich so verfügt werden.

Es wird empfohlen die Gruppen bereits im Vorfeld einzuteilen. Die eingeteilten Gruppen müssen während des Trainings beibehalten werden und dürfen nicht gemischt werden, dies gilt auch für die Torspieler.

Grundsätzlich dürfen sich auch die Eltern während des Trainings auf dem Sportgelände aufhalten, dies aber nur nach Maßgabe der einschlägigen Regelungen vor Ort. Der Aufenthalt sollte aber auf das absolut erforderliche Mindestmaß beschränkt bleiben und wo immer möglich vermieden werden.

Liegt eines der folgenden Symptome vor, sollte die Person drin­gend zu Hause bleiben bzw. einen Arzt kontaktieren: Husten, Fie­ber (ab 38 Grad Celsius), Atemnot, sämtliche Erkältungssymptome. Die gleiche Empfehlung gilt, wenn Symptome bei anderen Perso­nen im eigenen Haushalt vorliegen.

Bei allen Beteiligten sollte vorab der aktuelle Gesund­heitszustand erfragt werden. Fühlen sich Trainer*in oder Spieler*in aus gesundheitlichen Grün­den unsicher in Bezug auf das Training oder eine spezielle Übung, sollten sie auf eine Teilnahme/Durchführung verzichten.

Es gelten jeweils die Gesetze des Landes, indem das Training stattfindet. Auch für die wfv-Vereine mit Sitz bzw. Sportgelände in Bayern gilt die bayerische Landesverordnung.

Für die Frage, ob eine Absonderung (entweder behördlich angeordnete Quarantäne oder Selbstisolation) erforderlich ist, müssen die Vorgaben der CoronaVO Absonderung beachtet werden – diese werden auch von den Gesundheitsämtern für entsprechende Entscheidungen herangezogen. Angeknüpft wird bei den Entscheidungen meist daran, ob der oder die Betreffende als Kontaktperson I einzustufen ist.

In den FAQ des Landes BW heißt es dazu: „Kontaktpersonen der Kategorie I sind nach der Definition des Robert-Koch-Instituts (RKI) Personen, die auf Grund eines engeren Kontakts zu einer positiv auf SARS-CoV-2 getesteten Person ein höheres Infektionsrisiko haben. Das kann zum Beispiel bei einem mindestens 15-minütigen Gesichtskontakt zu der positiv getesteten Person der Fall sein, bei Anhusten/Anniesen oder in Situationen, bei denen die Aufnahme von infektiösen Aerosolen sehr wahrscheinlich ist (Feiern, gemeinsames Singen oder Sporttreiben ohne adäquate Lüftung).“

Beim Sporttreiben im Freien wird eine entsprechende Kategorisierung vermutlich nur ausnahmsweise erfolgen – soweit die allgemeinen Hygienevorgaben beachtet. Weitere Informationen dazu finden Sie hier: https://www.baden-wuerttemberg.de/de/service/aktuelle-infos-zu-corona/fragen-und-antworten-rund-um-corona/faq-quarantaene/

Formulare sind nur eine zusätzliche Möglichkeit der Absicherung für den Verein, aber nicht vorgeschrieben.

Fragen zum Spielbtrieb

Sportstätten sind in Baden-Württemberg seit dem 7. Juni 2021 wieder für den Wettkampfbetrieb geöffnet. Beachtet werden muss, dass ein Hygienekonzept für den Spielbetrieb vorhanden ist und dieses vor Ort durchgesetzt wird. Bei Inzidenzen über 35 besteht eine Testpflicht für alle anwesenden Personen inklusive Sportler*innen, Zuschauer*innen sowie Schiedsrichter*innen. Zudem müssen alle sich auf der Anlage befindlichen Personen gemäß Corona-Verordnung erfasst und dokumentiert werden.

Öffnungsstufe 1: mit bis zu 20 Sportler*innen und mit bis zu 100 Zuschauer*innen. Es können Freundschaftsspiele vereinbart und ausgetragen werden. Beachten Sie aber bitte auch, dass vor der Ansetzung von Freundschaftsspielen eine ausreichend lange Vorbereitungszeit eingeplant wird, nachdem die Mannschaften seit nunmehr fast sechs Monaten ohne Spielbetrieb sind. Möglich sind in der Öffnungsstufe 1 Freundschaftsspiele zwischen 7er und 9er Mannschaften, um die maximale Gesamtspielerzahl von 20 Sportler*innen nicht zu überschreiten.

Öffnungsstufe 2: ohne Begrenzung der Sportler*innen mit bis zu 250 Zuschauer*innen. Erlaubt sind Freundschaftsspiele zwischen allen Mannschaften ohne Beschränkung der Spieleranzahl.

Öffnungsstufe 3 oder Inzidenz <50: ohne Begrenzung der Sportler*innen mit bis zu 500 Zuschauer*innen.

Die Nutzung von Umkleiden, Duschen, Aufenthaltsräumen oder Gemeinschaftseinrichtungen ist bei Inzidenzen unter 100 ab Öffnungsstufe 2 zulässig. Allerdings bezieht sich der Wegfall der Testpflicht bei einer stabilen Inzidenz <35 lediglich auf Sport im Freien. Wer Kabinen & Duschen nutzen möchte, muss weiterhin getestet, genesen oder geimpft sein. Alternativ müssen die Mannschaften umgezogen kommen bzw. sich im Freien umziehen und ungeduscht wieder gehen. Die einzelne Nutzung von Duschen ist zwar erlaubt, für den Mannschaftssport aber wohl nicht praktikabel.

Fragen zum Hygieneschutz und -konzept

Grundsätzlich ist keine explizite Freigabe der Sportanlage durch die örtlichen Behörden vorgeschrieben, die Öffnung ergibt sich unmittelbar aus der CoronaVO und der Feststellung der Inzidenzwerte durch die Land- und Stadtkreise. Theoretisch ist aber denkbar, dass örtliche Behörden wie Ordnungsamt und/oder Gesundheitsämter dennoch eine Schließung verfügen. Bitte prüfen Sie eigenständig und gewissenhaft, welche Regelungen bei Ihnen vor Ort aktuell gelten. Falls Sie unsicher sind, setzen Sie sich mit dem Ordnungsamt Ihrer Kommune in Verbindung. Unverändert bleiben die allgemeinen Vorgaben bezüglich der Dokumentationspflicht und der Erstellung eines Hygienekonzepts:

Wer eine öffentliche oder private Sportanlage oder Sportstätte betreibt, hat demnach Hygieneanforderungen (nach § 4 CoronaVO) einzuhalten, zuvor ein Hygienekonzept (nach Maßgabe von § 5 CoronaVO) zu erstellen und eine Datenerhebung (nach § 6 CoronaVO) durchzuführen.

Das Infektionsschutzgesetz (IfSG) sieht die Verarbeitung der Kontaktdaten von Veranstaltungsteilnehmern vor, um nach Auftreten einer Infektion mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 mögliche Infektionsketten nachverfolgen und unterbrechen zu können. Erfasst werden sollten Vor- und Nachname, Anschrift, Datum und Zeitraum der Anwesenheit und, soweit vorhanden, die Telefonnummer, falls diese Daten nicht bereits vorliegen. Diese Informationen sind für vier Wochen aufzubewahren und anschließend zu löschen. Die Daten dürfen nicht zu einem anderen Zweck als der Aushändigung auf Anforderung an die nach Landesrecht für die Erhebung der Daten zuständigen Stellen verwendet werden.

Dem Trainer/Verantwortlichen sollte im Vorfeld des Trainings bereits bekannt sein wie viele und welche Spieler vorhaben teilzunehmen. Es gibt geeignete Apps, die auch dem Datenschutz genügen und die Erfassung erleichtern (z.B. die Luca-App oder die DFB-App Teampunkt). Das Wissen um die Teilnehmergröße ist für die Planung essenziell. Grundsätzlich muss die tatsächliche Anwesenheit aller Personen für jede einzelne Einheit/Trainingsgruppe dokumentiert werden.

Auch für die Erfassung von Zuschauern gibt es digitale Möglichkeiten. Der DFB hat beispielsweise eine „digitale Fancard“ in die FUSSBALL.DE-App integriert (weitere Informationen dazu gibt´s hier). Auch die luca-App bietet eine Dokumentation, die den Anforderungen der Corona-Verordnung gerecht wird. Die Corona-Warn-App der Bundesregierung bietet zwar die Möglichkeit, Veranstaltungen anzulegen und sich via QR-Code einzuchecken. Allerdings werden im Falle einer Infektion hier lediglich die betroffenen Personen über die App gewarnt, eine wie in der Corona-Verordnung vorgeschriebene Weiterleitung der Kontaktdaten an die zuständigen Behörden durch den Veranstalter ist nicht möglich.

Jeder Verein muss für sich entscheiden, ob er eine App flächendeckend einsetzen kann oder eine händische Teilnehmerliste führt. Gerade bei Kindern, die – je nach Alter – nicht alle über ein Smartphone verfügen, sollte gründlich geprüft werden, ob der Einsatz einer App sinnvoll ist.

Der Vereinsvorstand hat dafür Sorge zu tragen, dass ein Konzept zur Abstimmung mit der Kommune und zur Kommunikation mit allen Beteiligten (Trainer, Spieler, Eltern) erstellt wird. Der Vereinsvorstand hat ebenfalls dafür Sorge zu tragen, dass alle durch die Corona-Verordnung erweiterten Pflichten erfüllt werden. Der Verein hat für jede Trainings- und Übungsmaßnahme eine Person zu bestimmen, die für die Einhaltung der genannten Regeln verantwortlich ist. Der Hygienebeauftragte ist nur eine Möglichkeit, wie der Vorstand diese Aufgabe delegieren kann.

Im Falle eines Unfalls oder einer Verletzung müssen die entsprechenden, normal geltenden, sofortigen Maßnahmen eingeleitet werden. Es wird empfohlen, dass jeder Trainer/Verantwortliche hierfür in einem separaten, verschlossenen Behältnis folgende Materialen mit sich führt bzw. an der Sportstätte aufbewahrt:

  • Einmalhandschuhe
  • Mund/Nase-Schutzmaske
  • Desinfektionsmittel
  • Erste-Hilfe-Set

Fragen zu Haftung und Versicherung

Bei der Übernahme der Kinder/Spieler und beim Betreten des Sportgeländes beginnt die Verantwortlichkeit. Sie endet, sobald die Kinder/Spieler bei der Abholung wieder in die Obhut der Aufsichtspersonen (z.B. die Eltern) gegeben werden bzw. mit deren Einverständnis selbstständig den Heimweg antreten.

Für die Einhaltung und Prüfung der An- und Abreise ist der Verein nicht verantwortlich. Der Verein sollte im Vorfeld und an der Sportstätte schriftlich deutlich darauf hinweisen, dass Fahrgemeinschaften nicht empfohlen werden.

Wer als Vorstand, Trainer oder Betreuer ehrenamtlich tätig ist bzw. dessen Tätigkeit mit nicht mehr als 720 Euro pro Jahr vergütet wird, haftet zivilrechtlich nur für Vorsatz und grobe Fahrlässigkeit. Grob fahrlässig handelt, wer selbst völlig naheliegende Überlegungen nicht anstellt und die vorgegebenen Maßnahmen (z.B. Mindestabstand, Reinigung und Desinfektion) bewusst ignoriert bzw. nicht umsetzt, die erforderliche Sorgfalt in ungewöhnlich hohem Maß verletzt und unbeachtet lässt, kann hierfür haftbar gemacht werden. Zudem müsste erwiesen sein, dass die Infektion ursächlich auf die schuldhafte Vernachlässigung entsprechender Pflichten zurück zu führen ist. Das Haftungsrisiko ist daher äußerst gering.

Tatsächlich ist es so, dass die Haftungsbeschränkung auf grobe Fahrlässigkeit nach den §§ 31a, 31b BGB für Trainer und Betreuer nicht gilt, wenn Sie im Rahmen der Übungsleiterpauschale EUR 3.000 p.a. oder jedenfalls über EUR 720 p.a. verdienen. Sollte sich also ein Kind infizieren, weil ein solcher Trainer/Betreuer z.B. Hygienevorgaben nicht beachtet hat, haftet er grundsätzlich schon bei einfacher Fahrlässigkeit. Alles immer unter der Voraussetzung, dass auch nachgewiesen werden kann, dass der nachlässige Umgang mit den Hygienevorgaben ursächlich für die Infektion war.

Tritt ein solcher Fall tatsächlich ein, gilt aber immer noch: Der Verein hat seine Mitglieder und damit auch Trainer/Betreuer grundsätzlich von einer Haftung gegenüber Dritten freizustellen, wenn sich bei der Durchführung der satzungsmäßigen Aufgaben eine damit typischerweise verbundene Gefahr verwirklicht hat und dem Mitglied weder Vorsatz noch grobe Fahrlässigkeit vorzuwerfen ist (BGH NJW 2005, 981). D. h., der Verein müsste den Schaden im Innenverhältnis übernehmen.

Außerdem besteht auch ein Haftplichtversicherungsschutz über die ARAG Sportversicherung, die bei einfacher Fahrlässigkeit eintritt.

Zusammengefasst: Ein geschädigtes Kind könnte den Trainer/Betreuer schon bei einfacher Fahrlässigkeit zwar zunächst in Anspruch nehmen, aber letztlich müssten Verein und ARAG Sportversicherung den Schaden übernehmen.

Ja. Sofern sich ein Trainingsteilnehmer nach vorheriger Belehrung und Aufklärung der Verhaltensregeln und Ermahnung bei Missachtung weiterhin gegen die Verhaltensregeln verstößt, kann er von der Trainingsgruppe vorübergehend (für die jeweilige Trainingseinheit) oder dauerhaft (für einen längeren Zeitraum) vom Training ausgeschlossen werden. Der Verein kann von seinem Hausrecht Gebrauch machen.  Es ist aber unbedingt darauf zu achten, dass insbesondere Kinder sich dann nicht allein auf den Heimweg begeben, wenn sie üblicherweise zum regulären Trainingsende abgeholt werden.

Über den Sportversicherungsvertrag des WLSB ist die Durchführung des satzungsgemäßen Verbands- bzw. Vereinsbetriebes und in diesem Rahmen die Veranstaltung und/oder Ausrichtung aller Veranstaltungen und Unternehmungen des Vereins versichert.

Aus der Durchführung des Vereinsbetriebes heraus und den hiermit einhergehenden Sorgfaltspflichten ist jeder Verein grundsätzlich verpflichtet, alle notwendigen und zumutbaren Vorkehrungen zu treffen, um eine Schädigung anderer Personen und Sachen zu verhindern.

Hieraus resultiert, dass die für die Mitgliedsvereine jeweils geltenden gesetzlichen Auflagen und Hygienebestimmungen entsprechend einzuhalten sind. Dies betrifft z. B. den Fall, dass nach den derzeit bestehenden Auflagen ein Hygienekonzept zu erstellen, zu überwachen und fortlaufend zu dokumentieren ist.

Wird einem Mitgliedsverein ein organisatorisches Verschulden zum Beispiel im Zusammenhang mit einer COVID-19 Infektion vorgeworfen, besteht hierfür grundsätzlich Versicherungsschutz im Rahmen und Umfang des Sportversicherungsvertrages. Weiterhin ist der Mitarbeiter, bzw. das Mitglied des Vereins über den Sportversicherungsvertrag haftpflichtversichert, soweit diese Person als Hygienebeauftragter für den Verein tätig wird.

Der Vorwurf gegenüber einem Mitglied zur Übertragung einer Krankheit ist analog zur Privat-Haftpflichtversicherung grundsätzlich nicht vom Versicherungsschutz erfasst.

Eine abschließende Entscheidung ist nur im jeweiligen Einzelfall möglich. Die Mitgliedsvereine mögen uns deshalb bitte benachrichtigen, falls sie von Schadenfällen aus diesem Bereich betroffen sein sollten (Grundlage ist der aktuelle Sportversicherungsvertrag; Stand: 01.07.2017).

Nähere Informationen zum Versicherungsschutz der ARAG finden Sie hier: https://www.arag.de/coronavirus/vereine/