WLSB und wfv stellen die Weichen in Richtung Zukunft | Württembergischer Fußballverband e.V.

Sportschule Ruit

WLSB und wfv stellen die Weichen in Richtung Zukunft

Der Württembergische Landessportbund (WLSB) und der Württembergische Fußballverband (wfv) haben mit dem Abschluss eines Erbbaurechtsvertrags über einzelne Liegenschaften an der Landessportschule Ruit eine wichtige Entscheidung für die Zukunft getroffen und die Basis für eine moderne Infrastruktur geschaffen. Der WLSB als Betreiber kann so zeitnah notwendige Investitionen auf den Weg bringen und der wfv als wichtigster Nutzer wird zukünftig in Ruit beste Bedingungen für seine Maßnahmen in der Ausbildung und der Talentförderung vorfinden.

Mit dem Abschluss des Vertrags erhält der WLSB ein Erbbaurecht an den Liegenschaften des wfv, auf denen sich die drei Fußballspielfelder befinden. Im Gegenzug hat sich der WLSB dazu verpflichtet, die Sportanlagen zu sanieren und während der gesamten Vertragslaufzeit deren Erhalt zu übernehmen. Im ersten Schritt wird der WLSB das Rasenspielfeld 2 südlich der Rinnenbachstraße bis Ende Oktober 2024 in ein Kunstrasenspielfeld mit Flutlichtanlage umwandeln. Das Rasenspielfeld 3, ebenfalls südlich der Rinnenbachstraße gelegen, wird im Anschluss daran bis Ende 2025 erneuert. Und schließlich wird im dritten Schritt das Rasenspielfeld 1, direkt am Campusgebäude gelegen, bis Ende 2026 instandgesetzt.

Die Kosten für den Neubau des Kunstrasenspielfelds übernimmt der wfv anteilig, im Übrigen liegt die Finanzierung beim WLSB unter Anrechnung der Fördermittel aus dem Vereinssportstättenbau. Insgesamt beträgt die Höhe der Investitionen voraussichtlich fast drei Millionen Euro. Der Erbbaurechtsvertrag hat eine fixe Laufzeit von 20 Jahren bis zum 31. Dezember 2043. Dem WLSB ist zudem eine Verlängerungsoption bis 30. November 2056 eingeräumt. Beide Verbände haben sich zudem darauf verständigt, bis zum 30. Juni 2024 zusätzlich einen Erbbaurechtsvertrag über die Liegenschaft abzuschließen, auf dem die sogenannte Fußballhalle errichtet ist.

Mit Blick auf die anstehenden Investitionen hat der wfv dem WLSB vertraglich zugesichert, die Landessportschule Ruit weiterhin und dauerhaft in einem erheblichen Umfang zu nutzen. Dazu wurden zwischen den beiden Verbänden Zielumsätze für die nächsten 20 Jahre vereinbart, die eine entsprechende Planungssicherheit ermöglichen.

Nach intensiven Verhandlungen haben sich beide Verbände auf dieses tragfähige Modell verständigt. WLSB-Präsident Andreas Felchle zeigt sich entsprechend zufrieden mit dem Ergebnis:

Mit dieser Vereinbarung haben beide Partner die Grundlage geschaffen, damit wir als WLSB die erforderlichen Investitionen rechtssicher umsetzen können. Dass der wfv seinerseits zugesagt hat, die Landessportschule Ruit auch in den nächsten zwei Jahrzehnten als Hauptstandort für die verbandseigenen Aus- und Fortbildungen, Lehrgangsmaßnahmen und Talentsichtungen zu nutzen und vertraglich fixierte Umsätze zu erfüllen, begrüße ich sehr.“

Für Matthias Schöck, Präsident des wfv, ist wichtig, dass in Ruit hochwertige Sportstätten zur Verfügung stehen und der Fußball in Württemberg dort weiterhin eine Heimat hat:

Die Landessportschule Ruit ist für uns von zentraler Bedeutung, sowohl im Bereich der Qualifizierung als auch für die Entwicklung von Talenten. Nach Abschluss der Sanierungsarbeiten an den Spielfeldern finden wir in Ruit auch zukünftig hervorragende Bedingungen vor, so dass wir sehr gerne der Hauptnutzer unter den Fachverbänden bleiben.

Zwischen 1992 und 2015 hat die Sport- und Jugendleiterschule Ruit gGmbH die Landessportschule Ruit betrieben. Die Gesellschafter waren der WLSB mit 45 Prozent, der wfv mit 45 Prozent sowie der Verein Sport- und Jugendleiterschule Ruit e. V. mit 10 Prozent. Im Zuge der Auflösung der Gesellschaft hat der WLSB den Betrieb vor neun Jahren in eigener Verantwortung übernommen. Die Liegenschaften stehen in etwa je zur Hälfte im Eigentum des WLSB und des wfv.