Erfolg durch Wandel - eine Chronik des wfv

In den ersten Jahren nach Ende des zweiten Weltkrieges war der Amateurfußball in einer „Sparte Fußball“ des „Arbeitsausschusses für Sport und Körperpflege“ organisiert. Ende 1946 wurde daneben die selbstständige „Süddeutsche Oberliga“ gegründet.

1947 wurde aus dem Arbeitsausschuss für Sport und Körperpflege der „Landes-Sportverband Württemberg“, 1948 folgte die Anerkennung der Selbstständigkeit der Fachverbände. Zu eben dieser Zeit entstanden die beiden Amateurfußball-Verbände Süd-Württemberg und Nord-Württemberg.

Im Jahr 1949 entstand der Süddeutsche Fußballverband (als Dachverband der Oberliga). Dies war der Grundstein für den Zusammenschluss der beiden Verbände Süd- und Nord-Württemberg (beide in der amerikanischen Besatzungszone). Ebenfalls 1949 wurde in Sigmaringen der Verband Württemberg-Hohenzollern gegründet. Beide Verbände beschlossen dann 1950 in Sontheim (Nord-Württemberg) und Sigmaringen (Süd-Württemberg), einen gemeinsamen Verband zu gründen.

Am 8. Juli 1951 wurde in Ulm beim außerordentlichen Verbandstag der beiden Fußballverbände Nordwürttemberg und Württemberg-Hohenzollern der Württembergische Fußballverband gegründet. Die Gründungsversammlung gestaltete sich, so eine offizielle Pressemitteilung des neuen Verbandes, „zu einer eindrucksvollen Kundgebung des württembergischen Fußballsports und dessen Willen zur Einheit“. Zum 1. Vorsitzenden wird Friedrich Strobel gewählt.

Die bei einem solchen Zusammenschluss immer auftretenden Probleme wurden durch den Willen aller Beteiligten, eine zukunftsfähige Einheit zu schaffen, gelöst. Der neue Verband besaß 15 Bezirke, acht zum früheren nördlichen, sieben zum südlichen Bereich gehörend, die sehr bald eine einheitliche Spielklassen- und Mitarbeiterstruktur erhielten.

Die weitere Entwicklung in Stichworten:

1951/52

  • Spielbetrieb in einer 1. Amateurliga, fünf 2. Amateurligen, darunter A- und B-Klassen in 15 Bezirken
  • Einführung des Verbandspokals

1952

  • Erstmalige Ermittlung eines Württembergischen A-Jugendmeisters
  • Drei Lehrgänge zum Erwerb der Trainer-Lizenz werden durchgeführt

1952/53
Erweiterung des Spielsystems durch die C-Klasse

25. Okt. 1953
Erstes offizielles Spiel einer wfv-Auswahl der Herren in Innsbruck gegen Tirol (1:2-Niederlage)

26. Juni 1954
Einweihung des Hauses Waltersbühl in Wangen, der Akademie des württembergischen Sports, als „Erholungsheim“

30. Sep. 1955
Erstes Länderspiel (Deutschland – Italien) in Stuttgart nach der Gründung des wfv

15. Dez. 1956
Fertigstellung der neuen Geschäftsstelle in der Stuttgarter Goethestraße

1957/58
Startschuss zum Spielbetrieb der D-Jugend

12. Juli 1959
Dr. Hans Schaible tritt die Nachfolge des verstorbenen Friedrich Strobel als 1. Vorsitzender an

3. Juni 1959
Endspiel im Europapokal der Landesmeister (Real Madrid – Stade Reims) in Stuttgart

1960/61
Trennung der 1. Amateurliga in zwei Staffeln, die 1. Amateurliga Nordwürttemberg und die Schwarzwald-Bodensee-Liga Erstmalige Ausbildung von Jung-Schiedsrichtern (16 bis 18 Jahre)

1961/62
Einführung eines Spielbetriebs für 7er-Jugendmannschaften

5. Sep. 1962
Endspiel im Europapokal der Pokalsieger (Atletico Madrid – AC Florenz) in Stuttgart

1963
Letztes Endspiel um die Deutsche Meisterschaft (Borussia Dortmund – 1. FC Köln) in Stuttgart

27. Nov. 1964
Einweihung der neuen wfv-Gebäude als Teil der Sportschule Nellingen/Ruit

1965 

  • Einführung eines Anerkennungspreises für gute Jugendarbeit und zeitgemäße Angebote an junge Mitglieder
  • Einführung des Jugendleistungsabzeichens als Anreiz zu leistungsorientiertem Training mit Jugendfußballern

27. Mai 1967
Erstmalige Erprobung des Elfmeterschießens bei Pokalspielen

6. Juli 1968
Franz Stuemper wird zum 1. Vorsitzenden des wfv gewählt

1968/69
Aufnahme des Spielbetriebs für E-Jugendliche

1970/71 

  • Erste Württembergische Meisterschaft für B-Junioren
  • Einführung eines Pokalwettbewerbs (Hans-Filbinger-Pokal) für Senioren (Alte Herren)

1971/72
Einführung des Frauenfußballs Erste Meisterschaftsrunde der A-Jugendverbandsstaffeln (2 Gruppen)

1972/73

  • Beginn der Leitung von Spielen der 1. Amateurliga durch Schiedsrichtergespanne
  • Erstmaliger Einsatz von Gelben und Roten Karten
  • Einführung der Württembergischen Hallenmeisterschaft der C- und D-Jugend

1973/74
Startschuss für den Spielbetrieb ausländischer Mitgliedsvereine zur Internationalen Württembergischen Meisterschaft

1974
WM-Vorrundenspiele (Argentinien – Polen, Argentinien – Italien und Polen – Italien) sowie WM-Zwischenrundenspiel Polen – Schweden in Stuttgart

1974/75
Einführung der Württembergischen Hallenmeisterschaft der E-Jugend

1975
Einführung von Schüler-Schiedsrichtern (15 bis 16 Jahre)

1975/76
Ermittlung des ersten Württembergischen C-Jugendmeisters

1976
Erhöhung der Zahl der wfv-Bezirke auf 16 durch die Gründung des Bezirks Rems/Murr

1976/77
Einführung der B-Jugendverbandsstaffeln (4 Gruppen)

1977/78
Erstmalig Leitung von Spielen der 2. Amateurligen durch Schiedsrichtergespanne. Beginn des Spielbetriebs der F-Jugend

1978/79 

  • Einführung eines neuen Spielsystems mit der Oberliga Baden-Württemberg, einer Verbandsliga, vier Landesligen, darunter Bezirksligen, Kreisligen A und B
  • Sieg im DFB-Länderpokal der Herren
  • Erste Meisterschaftsrunde für Mädchen
  • Einführung der Württembergischen Hallenmeisterschaft der F-Jugend und der Mädchen.

1979/80
Erste Hallenfußballmeisterschaft für Frauen

1. Nov. 1980
Erstes Spiel im Frauen-Länderpokal gegen Bayern (2:2) in Schwäbisch Gmünd

1982
Erster Ausbildungslehrgang zum Freizeitübungsleiter Fußball

1985
Erster Ausbildungslehrgang zum Übungsleiter Ü (überfachlich)

1985/86
Einführung des wfv-A-Jugendpokals

1987/88
Sieg im DFB-Länderpokal der Herren

8. Juli 1988
Rolf Maihöfer scheidet nach 37 Jahren als Geschäftsführer des Württembergischen Fußballverbandes aus. Seit Gründung des wfv 1951 hatte Rolf Maihöfer die Geschicke des wfv hauptamtlich geleitet.

8. Juli 1988
Wahl von Alfred Sengle zum Nachfolger des verstorbenen Franz Stuemper als wfv-Vorsitzender

1988
EM-Gruppenspiele (England – Irland, UdSSR – Italien) und EM-Halbfinalspiel UdSSR – Italien in Stuttgart

1988/89
Gewinn des Frauen-Länderpokals

1989
Umwandlung der Freizeitübungsleiter- in die wfv-Jugendtrainerlizenz

1994/95
Gewinn des U19-Frauen-Länderpokals

1995 

  • Beginn der Ausbildung zum Übungsleiter P (Prävention) Erweiterung des Spielsystems durch Kreisliga C
  • Einführung der A-Junioren-Regionalliga
  • Erste Meisterschaftsrunde der Frauen-Oberliga Baden-Württemberg

1999/00 

  • Gewinn des U17-Frauen-Länderpokals
  • Einführung der B-Jugend-Regionalliga
  • Erste Meisterschaftsrunde der Frauenregionalliga

2000/01 

  • Beginn des Spielbetriebs in der A- und B-Junioren-Oberliga Baden-Württemberg
  • Gewinn des U19-Herren-Länderpokals

2001 

  • Der wfv wird 50 Jahre alt
  • Ausrichtung des Endspiels der Frauen-Europameisterschaft in Ulm

2003 

  • Herbert Rösch wird beim Verbandstag als wfv-Präsident gewählt und löst Dr. h.c. Alfred Sengle ab, der 15 Jahre lang als Präsident die ehrenamtliche Führung des Verbandes inne hatte und zum Ehrenpräsidenten gewählt wird
  • Gewinn des C-Junioren DFB-Länderpokals
  • Einführung der Frauen-Oberliga Baden-Württemberg

2004 

  • Gewinn des B-Junioren DFB-Länderpokals
  • Einführung der Relegation in allen Spielklassen
  • Aktion des wfv „Vereine vor dem Aus!“ aus Protest gegen die Sparpläne des Landes

2005

  • Umbau der wfv-Geschäftsstelle in der Stuttgarter Goethestraße
  • Modernisierung des Hotel Waltersbühl in Wangen im Allgäu
  • Einführung des neuen Erscheinungsbildes

2006 

  • Der neue Internetauftritt des Württembergischen Fußballverbandes geht online
  • 28. ordentlicher Verbandstag des wfv in der Sindelfinger Stadthalle. Präsident Herbert Rösch und der gesamte Vorstand werden im Amt bestätigt. Die Einführung des elektronischen Postfachsystems und eine gemeinsame Spielordnung für Baden-Württemberg werden beschlossen.
  • Die WM 2006 in Stuttgart: im Gottlieb-Daimler-Stadion spielen Schweiz – Frankreich, Niederlande – Elfenbeinküste, Spanien – Tunesien, Kroatien – Australien sowie England – Ecuador. Zudem findet das Spiel um Platz Drei in Stuttgart statt.

2007

  • Die wfv-Auswahl gewinnt den DFB-B-Junioren-Länderpokal ​ – Sieg der wfv-Auswahl beim DFB-Schülerlager der U15-Junioren
  • Der wfv führt 16 Informationsveranstaltungen in seinen Bezirken durch. Themen sind die demographische Bevölkerungsentwicklung, die DFB/wfv-Vereinsoffensive und die Spielorganisation. Dabei werden an alle Vereine  DFB-Vereinspakete mit verschiedensten Materialien ausgegeben
  • Zunächst elf wfv-Jugendnationalspielerinnen bilden das „Team Württemberg“

2008

  • Erstmals erscheint „im Spiel“ das gemeinsame Magazin der baden-württembergischen Fußballverbände ​ – Bau und Einweihung von 80 DFB-Minispielfeldern, verteilt über ganz Württemberg
  • Die wfv-U20-Auwahl gewinnt den traditionellen „Rheinpokal“
  • Die wfv-U20-Frauen-Auswahl gewinnt den DFB-Länderpokal
  • Einführung der eingleisigen 3. Liga mit den wfv-Vertretern Stuttgarter Kickers, VfR Aalen, VfB Stuttgart II
  • Start der AOK-Treffs „FußballGirls“in den Bezirken
  • Einführung eines „Tag des Mädchenfußballs“ in allen Bezirken

2009

  • Einführung des wfv-Newslettersystems, das den bisherigen „Pressedienst“ ergänzt
  • 29. ordentlicher Verbandstag am 23. Mai in Sindelfingen und Wiederwahl des wfv-Präsidenten Herbert Rösch
  • Einführung des „DFB-Mobils“, zwei Qualifizierungsmobile besuchen dezentral die wfv-Vereine
  • Einführung des Vereins-Ehrenamtspreises (Gesamtwert 80.000 Euro)
  • Gewinn des A2-Junioren-DFB-Länderpokals
  • U15-Juniorinnen gewinnen den DFB-Länderpokal
  • Start der Schul- und Vereinskampagne „TEAM 2011“

2010

  • Gewinn des A2-Junioren-DFB-Länderpokals
  • Renovierung der wfv-Sporthalle in Wangen und Ausstattung mit einem modernen Kunstrasenspielfeld
  • Schulungen in allen Bezirken für Platzordner, die ab dem Spieljahr 2010/11 bei den Aktiven in allen Spielklassen zwingend vorgeschrieben sind
  • Coaching-Zone für Trainer ist zwingend vorgeschrieben
  • Einführung Shake-Hand vor Spielbeginn mit Spielern und Schiedsrichtern

2011

  • Erstellung eines „Findbuches“ über die Geschichte des wfv durch das Institut für Sportgeschichte Maulbronn
  • Technische Überarbeitung und Neugestaltung der wfv-Homepage

2012

  • 30. ordentlicher Verbandstag am 12. Mai in Sindelfingen und Wiederwahl des wfv-Präsidenten Herbert Rösch
  • Gewinn des A2-Junioren-DFB-Länderpokals
  • Christine Baitinger und Knut Kircher erhalten vom DFB die Auszeichnung „Schiedsrichter des Jahres 2012“
  • 1. RegionalesAusbildungszentruam (RAZ) wird in

2013

  • Schulungen in allen Bezirken zum „Spielbericht online“ der im Spieljahr 2013/14 flächendeckend eingeführt wird
  • Enführung des Lastschrifteinzugs bei allen Vereinen, es gibt keine Gebührenmarken mehr
  • Pilotprojekt „Vereinsdialog“ in allen 16 wfv-Bezirken
  • Ab 1. Juni 2013 wird Haus Waltersbühl von der JUFA unter dem Namen „JUFA Sporthotel Wangen“ geführt
  • Gewinn des A2-Junioren-DFB-Länderpokals
  • Fertigstellung der Studie „Gewaltphänomene im Amateurfußball“ von Doktorandin Thaya Vester zur Gewalt gegen Schiedsrichter (Buchtitel „Zielscheibe Schiedsrichter)

2014

  • Gewinn des DFB-B2-Junioren Sichtungsturniers
  • Aktion Blaue Karte „Bleib Fair“: Am Wochenende 26./27. April 2014 wurden die Karten bei allen Spielen aktiver Mannschaften in Konkurrenz verteilt
  • Juli 2014: Spatenstich zum neuen Campus-Gebäude in Ruit
  • Spielverlegungen Online

2015

  • 31. ordentlicher Verbandstag am 9. Mai in Sindelfingen. Matthias Schöck wird beim Verbandstag als wfv-Präsident gewählt und löst Herbert Rösch ab, der zwölf Jahre lang als Präsident die ehrenamtliche Führung des Verbandes inne hatte und zum Ehrenpräsidenten gewählt wird
  • Gewinn des DFB-U14-Juniorinnen-Sichtungsturniers
  • In allen Altersbereichen der Jugend, Frauen, Herren (einschl. Reserve)  und Senioren sind in allen Wettbewerben bis zu vier Auswechselspieler möglich
  • Bei den Herren und Frauen wird die Ampelkarte eingeführt. Nach der „Ampelkarte“ ist der der Spieler automatisch für das nächste Spiel dieser Mannschaft, egal ob Verbands- oder Pokalspiel, gesperrt
  • Alle Hallenmeisterschaften des wfv werden nach Futsal-Regeln gespielt

2016

  • 1. Finaltag der Amateure (28. Mai 2016)
  • U19-EURO – Vorrundenspiele in Württemberg
  • Einweihung des neuen Campusgebäudes der Sportschule Ruit
  • Einführung des „Norweger Modells“ im Frauenspielbetrieb
  • Spielerpass Online ab Rückrunde 2015/16 in der Verbandsliga

2017

  • Erste Digital-Ausgabe von „im Spiel“ – neben dem Druck der Print-Ausgabe
  • U14-Juniorinnen gewinnen DFB-Länderpokal in Duisburg
  • Underdog Sportfreunde Dorfmerkingen (Landesliga) gewinnen den DB Regio-wfv Pokal 2017 gegen die Stuttgarter Kickers (damals Regionalliga Südwest)
  • Austragung des WM-Qualifikationsspiel Deutschland – Norwegen (4:0) in Stuttgart

2018

  • 32. ordentlicher Verbandstag 12. Mai in Sindelfingen: Präsident Matthias Schöck wird einstimmig wiedergewählt
  • Neues Erscheinungsbild und Relaunch der wfv-Website www.wuerttfv.de
  • Der Spieler-Pass-Druck wird eingestellt – Umstellung auf Pass-Online
  • DFB holt die EURO 2024 nach Deutschland unter dem Motto „United by Football“

2019

  • erste Regionalkonferenzen im gesamten Verbandsgebiet für eine mögliche Verbandsstrukturreform
  • DB Regio-wfv-Pokal: SSV Ulm 1846 Fußball wird Rekordpokalsieger mit neun Pokaltiteln
  • wfv wird Ausrichter des traditionellen Straßenfußball-Turniers „Höfleswetz“

2020
Corona-Pandemie: deutschlandweite Aussetzung des Spiel- und Trainingsbetriebs